Das Geheimnis einer guten Sachaufnahme ist nicht nur die gebaute Staffage,
sondern auch die richtige Beleuchtung. Licht und Beleuchtung können unterschiedlich
sein. Man unterscheidet harte und weiche Beleuchtungen.
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Beleuchtung im Freien
Im Freien unterscheidet man 4 Beleuchtungsrichtungen: Rücklicht –
Die Sonne steht im Rücken des Aufnehmenden. Schräges Rücklicht
– Die Sonnenstrahlen fallen seitlich hinter der Kamera ein.
Seitenlicht – Die Sonnenstrahlen fallen von der Seite ein. Gegenlicht
– Die Sonne steht hinter dem Aufnahmeobjekt. Als „allround“-Beleuchtung
kann schräges Rücklicht oder Seitenlicht gelten. Der Schatten fällt
dann entweder in den Hintergrund des Motivs oder tritt seitlich sichtbar in
Erscheinung. Bei Gegenlichtaufnahmen wird der Umriss des Objekts fotografiert,
Details gehen verloren – gut geeignet z.B. für Stimmungsbilder.
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Beleuchtung mit Kunstlicht
Bei Innenaufnahmen benötigt man künstliche Lichtquellen. Diese Strahler
mit mattierter Birne geben ein hartes Licht, das durch vorgeschaltete Mattscheiben
weicher wird. Ein Einzelstrahler leuchtet den Gegenstand unzureichend aus,
kann aber als Effektbeleuchtung verwendet werden.
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Vorderlicht: Der Strahler wird neben der Kamera postiert und
das Objekt frontal angestrahlt. Das Bild wird flach, strahlt das Objekt
aber am stärksten an. Der Schatten fällt in den Hintergrund
und wird meist vom Objekt verdeckt.
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Scharfes Seitenlicht: Der Strahler bescheint das Objekt von der Seite.
Diese Beleuchtung führt zu einer starken Plastik und bewirkt harte
Bilder.
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Oberlicht: Der Strahler wird senkrecht über dem Objekt angebracht.
Die Stirnfläche des Objekts erhält das meiste Licht. Normalerweise
bekommt das Objekt einen schmalen umlaufenden Schatten.
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Gegenlicht: Die Lampe steht hinter dem Objekt. Diese Beleuchtungstechnik
wird vorwiegend bei durchsichtigen Objekten verwendet.
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Beleuchtung mit einem Strahler und Aufhellschirm: Mit einem Strahler
kann man kein Gegenlicht erzeugt werden. Ein Bogen weißes Papier,
Alufolie oder ein spezieller Auf hellschirm können, wenn sie gegenüber
der Lichtquelle angebracht werden, als Reflektoren dienen und ein Gegenlicht
herstellen. Es hellt die Schatten auf und mildert Kontraste.
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Beleuchtung mit zwei Strahlern: Durch folgende Position erhält
man eine günstige Ausleuchtung des Objekts: Leicht seitliches Rücklicht,
leicht seitliches Vorderlicht, eventuell zusätzlichen Aufhellschirm
neben der Kamera.
Weiche Beleuchtung
Die Beleuchtung mit zwei Strahlern ist für kleinere Objekte ausreichend.
Für größere Gegenstände benötigt man mehrere Strahler,
möglichst „Weichstrahler“, damit sie gleichmäßig
ausgeleuchtet werden können. Weichstrahler sind wannenförmig gebaute
Beleuchtungskörper, die mit mehreren Lampen bestückt sind.
Harte Beleuchtung
Sie wird mit punktförmig gerichteten Strahlern erzielt; man nennt sie
auch „Spot-light“. Dieser Strahler beleuchtet,auf eine Fläche
gestrahlt, eine kreisförmige Stelle, wobei die übrigen Partien dunkel
bleiben. Solche Spotlights verwendet man besonders für Aufnahmen, bei
denen Bildelemente durch stärkere Beleuchtung betont werden sollen.
Wahl des Hintergrundes
Sie wird von der Farbe und der Struktur des Objektes abhängig gemacht.
Bei dunklen Objekten wählt man einen hellen Hintergrund und umgekehrt.
Diese Regel ist kein „muss“, besonders dann nicht, wenn man weiche
Stimmungsbilder erzeugen will. Möchte man eine schattenlose Aufnahme
auf weißem Grund machen, stellt man das Objekt auf eine saubere Glasfläche.
Diese sollte vom weißen Untergrund einen Abstand von 20-50 cm haben.
Bei entsprechend schräger Ausleuchtung liegt der Schatten außerhalb
des Bildfeldes. Für schwarzen Hintergrund sollte man tiefmatte Vorlagen
benutzen. Gut geeignet sind Velourpapiere mit samtiger Oberfläche. Glänzende
Unterlagen sind ungeeignet, da die Lichtquellen Glanzstellen auf dem Papier
bilden.
Aufnahmen im Freien
Für Objektaufnahmen im Freien (Gebäude, Straßenzüge
usw.) muss auf das richtige Tageslicht geachtet werden. Die Vorderansicht
sollte stets beleuchtet sein, nicht mit Gegenlicht arbeiten! Die günstigste
Beleuchtung für schattenlose Aufnahmen ist ein weiß bezogener Himmel.
Die stärksten Schlagschatten entstehen bei wolkenlosem, sonnigen Himmel.