Anforderungen an Schneidstoffe und Beschichtungen
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Hohe Wärmebeständigkeit
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Hohe chemische Beständigkeit
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Geringe Wärmeleitfähigkeit
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Geringe Reibwerte
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Hohe Zähigkeit
Hartmetalle
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Für die HSC-Hartbearbeitung im Werkzeug und Formenbau hat Hartmetall einen hohen Verbreitungsgrad.
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Die Härte, Zähigkeit und Temperaturbeständigkeit kann bei Hartmetallen gezielt abgestimmt werden.
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Durch ein gezieltes Mischen von Karbiden und Bindemetall lassen sich die Eigenschaften auf die jeweiligen Bearbeitungsaufgaben anpassen.
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Bei höchsten Anforderungen werden Feinstkorn oder Ultrafeinstkornhartmetalle eingesetzt.
(Karbidgröße unter 1µm, bis 0,2 µm)
Polykristallines kubische Bornitrid (PKB/CBN)
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PKB weist von allen Schneidstoffen die beste Warmfestigkeit auf. Dies führt zu einem überragenden Einsatzverhalten bei gehärteten Stählen.
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PKB eignet sich jedoch nicht für weiche ferritische und austenitische Stähle (Werkstoffhärte > 55 HRC) und kann aus diesem Grund nur für die reine Hartbearbeitung eingesetzt werden.
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PKB-Werkzeuge reagieren sehr empfindlich auf Veränderung der Eingriffsbedingungen und insbsondere auf Schwingungen. Bei der Bearbeitung von komplexen Formteilen lassen sich wechselnde Eingriffsbedingungen kaum vermeiden.
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PKB lässt sich nur bei sehr hohen Schnittgeschwindigkeiten
vc < 500m/min wirtschaftlich einsetzen. Dies ist bei bei kleinen Werkzeugdurchmessern aufgrund beschränkter Spindeldrehzahlen oft nicht realisierbar.
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Im Werkzeug- und Formenbau beschränkt sich der Einsatz von PKB deshalb auf eine begrenzte Zahl von Anwendungen.
Weitere Schneidstoffe
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Keramiken
beschränken sich bei der HSC-Bearbeitung aufgrund der sehr hohen Sprödigkeit hauptsächlich auf den kontinuierlichen Schnitt bzw. auf die Bearbeitung von Sonderlegierungen z.B. hitzebeständige Nickelbasislegierungen.
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Cermets
können nur zur Schlichtbearbeitung eingesetzt werden. Sie besitzen gegenüber Hartmetall eine höhere Oxidations- und Diffusionsbeständigkeit, eine geringere Neigung zur Aufbauschneide, eine höhere Warmfestigkeit und ein günstigeres Thermoschockverhalten. Nachteilig ist jedoch ihre deutlich höhere Sprödigkeit.
Beschichtungen
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Titannitrid-Schichten (TiN), goldene Farbe
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Titan-Carbonid-Schichten (TiCN)
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Titan-Aluminiumnitrid-Schichten (TiAlN)
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Gleitschichten (MoS2, WC/C..)
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Diamantschichten
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CBN-Schichten
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Bei der Hart- und Trockenbearbeitung werden hauptsächlich TiCN und vor allem
TiAlN-Schichten
eingesetzt.
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TICN-Schichten zeichnen sich durch besonders hohe Härte und Zähigkeit aus.
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TiAlN-Schichten besitzen neben einer nur geringfügig geringeren Härte als TICN eine bessere thermische Beständigkeit und eine bessere Isolierwirkung.
Daher eignen sich einlagige
TiAlN-Schichten besonders für die HSC-Hart- und Trockenbearbeitung.
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Mehrlagenschichten weisen geringere Härte, dafür aber höhere Zähigkeit auf. Sie wirken sich günstig auf Spannungsverhältnisse innerhalb der Schichten aus und eignen sich daher auch für unerbrochene Schnitte.
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Die TiAlN-Schichten können zusätzlich mit einer Gleitschicht versehen sein
Drei Doppellagen Tin/TiCN
Mehrlagige TiCN/TiAIN-Schicht
TiAIN Hartstoffschicht mit Gleit- Deckschicht aus Metall-Kohlenstoff
Teil einer Blasform aus Kaltarbeitsstahl
Erreichbarer Standweg als Funktion der Schnittgeschwindigkeit
[nach 2, 4]
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Herstellung eines Folgeverbundwerkzeuges bei Kleiner GmbH