Instandhaltung

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4 Instandhalten von technischen Systemen  
4.1 Schutzmaßnahmen im Umgang mit der Elektrotechnik beachten Detailliert
4.2 Pneumatisch betriebene Anlagen instandhalten Detailliert
4.3 Einsatz von Kühl- und Schmierstoffen planen und anwenden Detailliert
4.4 Instandhaltungsmaßnahmen an technischen Systemen durchführen Detailliert
4.5 Instandhaltungsmanagement an technischen Systemen durchführen Detailliert
4.6 Instandhaltungsmaßnahmen an Stanz- und Formwerkzeugen durchführen Detailliert
4.7 Diagnoseverfahren und Wartungssysteme kennen lernen und anwenden Detailliert

Qualifizierungmodule, komplett: Herunterladen [pdf] [10.6 MB]


4.1 Schutzmaßnahmen im Umgang mit der Elektrotechnik beachten
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Im Rahmen von betrieblichen Aufgaben ist es oft auch als nicht Elektrofachkraft unumgänglich (unter Einhaltung des ArbSchG, der BetrSichV und der BGV A1), Instandhaltungsmaßnahmen wie Inspektion, Wartung und Instandsetzung, an mechatronischen Systemen durchzuführen.
Die Elektrotechnik ist deshalb längst kein Gebiet mehr, in dem sich nur Spezialisten auskennen. Grundlage für die LFB ist daher elektrotechnisches Basiswissen und das Wissen um die Zusammenhänge bezüglich Wirkung und Gefahren des elektrischen Stroms. Auf dieser Grundlage werden alltagstypische Tätigkeiten der elektrotechnisch unterwiesenen Personen (EuP) nachgestellt.

Dabei beschäftigen sich die Teilnehmer mit den gesetzlichen Vorschriften und Regeln, sowie mit den Schutzmaßnahmen, die der Facharbeiter vor Ort besonders zu beachten hat.
Es werden Hilfestellungen erarbeitet, wie sicherheitsrelevante Schutzmaßnahmen und Schutzeinrichtungen korrekt eingeschätzt werden können.

Hinweis:
Dieses Modul ist Grundlage für alle Module des Handlungsfeldes 3.

4.2 Pneumatisch betriebene Anlagen instandhalten.
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Im Rahmen eines „Öko-Audits“ werden pneumatisch betriebene Anlagen hinsichtlich Funktionalität, Energiekosten und Produktivität
überprüft. Zu Beginn wird der Ist- mit dem Sollzustand verglichen. Es wird überlegt, welches Zusammenspiel zwischen den konstruktiven, physikalischen und technologischen Ursachen, der Qualität von Produkten, dem Energieverbrauch und der Umweltbelastung einerseits, sowie den erforderlichen Kräften, Drücken, Fertigungszeiten und Lohnkosten andererseits besteht.

Anschließend werden die Funktion der Anlage, Grundbegriffe der Instandhaltung, Störursachen, physikalische Prinzipien und Größen, Anforderungen an Inspektionsberichte, sowie Fragen des Gesundheitsund Umweltschutzes erschlossen.

In einem weiteren Schritt wird die Inspektion, die Durchführung von Versuchen, die Parametrierung von Sensoren, die Hardware und Handhabung der Software und die Dokumentation geplant und entschieden.
Daraufhin werden Drücke, Druckverluste, Stückzahlen, Zeiten, pneumatische Arbeits- und elektrische Steuerenergie, elektrische Leistung, Volumenströme, CO2-Emission, etc. gemessen, berechnet, dargestellt und bewertet.
Zur Optimierung der Anlagen werden anschließend Bauteile und Einstellparameter ausgewählt, mit denen mehr Energie gespart und die
Produktivität der Anlage erhöht werden kann.

Hinweis:
Dieses Modul basiert auf den Modulen von Handlungsfeld 3.

4.3 Einsatz von Kühl- und Schmierstoffen planen und anwenden.
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Kühl- und Schmierstoffe sind in der Technik von wesentlicher Bedeutung. Sie beeinflussen das Verschleißverhalten von Maschinen und Werkzeugen maßgebend.
An einem konkreten Wartungsauftrag, bezogen auf ein technisches System, beispielsweise einer Werkzeugmaschine, werden ganzheitliche Lernsituationen von der Planung über die Auswahl bis zur Entsorgung der entsprechenden Kühl- und Schmierstoffe entwickelt.
Dazu werden Aufbau, Kenndaten und Kennzeichnungen von Kühl und Schmierstoffen sowie der Umgang, die Pflege und die Wartung dieser Stoffe anwendungsbezogen vertieft.
Als Grundlage bezüglich der Entsorgung und der Umweltverträglichkeit dienen die Technischen Regeln für Gefahrenstoffe (TRGS) und die DIN 51385.
Miteinbezogen werden auch die Verordnungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

4.4 Instandhaltungsmaßnahmen an technischen Systemen durchführen
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Maschinen und Anlagen stellen einen großen Teil des Vermögens von Unternehmen dar. Für eine erfolgreiche Produktion, sind stetige technische Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
In dieser LFB werden an einer konkreten Lernsituation die Vorgänge bei der Instandhaltung einer Werkzeugmaschine dargestellt. Begriffe zur Instandhaltung werden geklärt.
Schmierpläne und Wartungsvorschriften werden anhand des Maschinen- bzw. Wartungshandbuches analysiert. Wartungs- und Inspektionsarbeiten werden gemäß der angegebenen Intervalle an mechanischen, hydraulischen und elektrischen Einheiten geplant, umgesetzt und dokumentiert.
Ursachen für Korrosion und notwendige Korrosionsschutzmaßnahmen werden thematisiert.
Am Schadensfall werden Ausfallursachen untersucht. Notwendige Instandsetzungsmaßnahmen werden geplant, umgesetzt und dokumentiert. Instandhaltungs- und Ausfallkosten werden bestimmt.

Hinweis:
Aus Arbeitsschutzgründen sind die Inhalte des Moduls 4.2 zu beachten.


4.5 Instandhaltungsmanagement an technischen Systemen durchführen
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:

Ein gezieltes Instandhaltungsmanagement ist für eine wirtschaftliche Nutzung von Maschinen und Anlagen von großer Bedeutung.
An einer konkreten Lernsituation wird das Instandhaltungsmanagement einer Maschine bzw. Anlage dargestellt.
Ausgehend von den Ergebnissen einer Inspektion wird die Instandsetzung einer Maschine oder Maschineneinheit geplant, umgesetzt und dokumentiert. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Instandhaltungsstrategien miteinander verglichen.
Die Betriebssicherheit von Anlagen wird berücksichtigt. Anfallende Kosten, die aufgrund von erweiterter Ersatzteilhaltung, Stillstandszeiten und zusätzlichem Personaleinsatz entstehen, werden untersucht.
Am Beispiel einer Großanlage werden Einzelinstandhaltungspläne zu einem Gesamtplan zusammengefasst. Insbesondere wird auch auf das Managementsystem TPM eingegangen.

4.6 Instandhaltungsmaßnahmen an Stanz- und Formwerkzeugen durchführen
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Die Qualität von Stanz- und Spritzgießteilen ist maßgeblich vom Zustand bzw. vom Verschleiß des Werkzeuges abhängig.
Instandhaltungsmaßnahmen erfordern eine planmäßige Vorgehensweise mit Erfassung, Bewertung und Durchführung der notwendigen Handlungsschritte. Die Bereitstellung der Werkzeuge erfordert Logistik und betriebsinterne Absprachen. Eine Schwachstellenanalyse trägt zur vorausschauenden Instandhaltung bei. Maßnahmen zur Verschleißminimierung werden untersucht und bewertet.
Die Wartung einzelner Teilkomponenten sowie die Einlagerung der Werkzeuge werden thematisiert.
Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen werden geplant, durchgeführt und im Werkzeugbegleitblatt dokumentiert.
Das Werkzeug wird anschließend wieder in Betrieb genommen.

Hinweis:
Betriebliche Abläufe können vor Ort erkundet werden.

4.7 Diagnoseverfahren und Wartungssysteme kennen lernen und anwenden
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Beschreibung des Qualifizierungsmoduls:


Um zukünftig genau zur richtigen Zeit die richtige Wartungsmaßnahme für automatisierte Produktionsanlagen durchzuführen, sind innovative Diagnosemechanismen erforderlich.
An einem konkreten Beispiel wird der Einsatz eines softwaregestützten Diagnoseverfahrens entwickelt (SPS-Programm zur Überwachung von Sensoren und Aktoren).
Es werden entsprechend der SPS-, CNC- oder PC-basierten Steuerungen, unterschiedliche Datenquellen angesprochen und Standardschnittstellen beschrieben.
Es wird demonstriert, wie Informationen (Störungen, Protokolle, Dokumente) in einer zentralen Datenbank abgelegt und analysiert werden können.
Unterschiedliche Möglichkeiten der Kommunikation und des Zugriffs werden aufgezeigt.
Der Teilnehmer lernt den gerätebezogenen Umgang und die Bedienung des Systems.

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