Was bedeutet "Spracherkennung"?
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Fähigkeit des Computers, mit einer Software gesprochene Wörter zu erkennen und sie als Dateneingaben (zum Beispiel Text) vom Sprecher entgegenzunehmen.
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Dem Computer wird gesagt, was er machen soll. Er setzt die Sprache in ausführbare Befehle um.
Geschichte der Spracherkennung?
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Schon der Erfinder des Telefons, Alexander Graham Bell, dachte Anfang des Jahr-hunderts über Maschinen nach, die aufs Wort gehorchen.
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Eine nennenswerte Forschung kam erst in den 70er-Jahren in Gang. Vorreiter war das amerikanische Militär.
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Spitzenleistung: die Software erkannte damals 100 einzelne Wörter!!
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1984 stellte IBM ein erstes Spracherkennungssystem vor (Erkennung von 5 000 englischen Einzelwörtern).
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1991 stellte IBM ein System vor, das 20 000 bis 30 000 deutsche Wörter erkennen konnte.
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1993 stellte IBM das erste für den Massenmarkt entwickelte System vor.
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1997 „kontinuierliche Spracherkennung „d. h. fast normale Spracheingabe (ohne sog. Kunststottern, d. h. Sprechpausen) durch die Software der Firma Dragon Systems (Ehepaar Baker), verfügbarer Sprachschatz: bereits 64 000 Wörter.
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Intensive Forschungen haben heute zu Systemen geführt, die bereits nach 5 Minuten eine hohe Fehlerfreiheit bieten.
Sprechen statt "Tippen"?
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Spracherkennung ist auf dem Vormarsch.
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Heute können pro Minute 160 Wörter diktiert werden.
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Der Standardwortschatz umfasst heute 16 000 Wörter; es können 300 000 Wörter ergänzt werden.
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Heutige PCs sind so ausgestattet, dass sie für die Spracherkennung geeignet sind.
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Software wird zunehmend ausgereifter und billiger. Die Version Windows Vista liefert eine Spracherkennungssoftware mit. Die Leistungsfähigkeit ist im Vergleich zu professionellen Produkten sehr eingeschränkt.
So funktioniert die Spracherkennung:
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Mit Hilfe von grammatischen Modellen wird auf Satzbau und Inhalt hin überprüft.
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Alle diese Prozesse laufen während des Diktats im Hintergrund ab.
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Deshalb muss der PC sehr viel Rechenleistung und Speicherplatz haben.
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Gesprochenes Wort kann zu Korrekturzwecken als Sprache wiedergegeben werden.
In welchen Bereichen ist die Spracherkennung besonders sinnvoll?
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Geeignet für Personen, die mit der Tastatur und der Maus nicht umgehen können.
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Anwälte, Mediziner
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Behinderte, die ihre Arme nicht zum Schreiben einsetzen können.
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Vielschreiber und Journalisten
Was benötigt man zur Spracherkennung?
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Software (ab 99 Euro)
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Computer-Hardware
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mind. 512 MB DDR-RAM, reichlich Festplattenspeicher sowie Soundkarte (besser externe Soundkarte)
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Kopfbügelmikrofone bzw. Headsets von sehr guter Qualität
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Digitale Diktiergeräte
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Sie sprechen beim Spazieren in ein digitales Diktiergerät, stecken den Chip in ein passendes Lesegerät Ihres Computers und lassen sich den Text automatisch ausdrucken (bis 98 % Erkennungsgenauigkeit).
Grenzen der Spracherkennung
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Undeutliche Aussprache sowie starker Dialekt erhöhen die Fehlerquote.
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Groß- und Kleinschreibung wird oft nicht erkannt (sie - Sie).
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Hintergrundgeräusche stören das Diktat.
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In Büros, in denen mehrere Personen arbeiten, ist die Spracherkennung ungeeignet.
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Bedienung des 10-Finger-Systems ist immer noch die rationellste Art, Texte einzugeben (z. B. beim kreativem Gestalten).