Wie im alten Troja können auch Computer-Trojaner sehr schädlich werden. Trojaner sind Programme, die den infizierten Computer entweder selbst ausspähen oder als Ausgangs-Plattform für Spam-Mails, Denial-of-Service (DoS) Angriffe auf andere Rechner im Internet ... verwenden. Dabei laufen diese Aktionen meist verborgen im Hintergrund, um nicht aufzufallen, und somit ihre Tätigkeit möglichst lange ausüben zu können. Bekommen kann man Trojaner auf vielfältige Wege, meist im Internet über heruntergeladene Programme, Dateien, in Webseiten eingebettete Inhalte wie z.B. Flash-Animationen, PDF-Dateien, Java-Applikation, als unbemerkter Download beim Aufruf einer infizierten Seite im Webbrowser, aber auch per Mail bei Anhängen oder bei einigen der so beliebten „kostenlosen“ Computerspiel-Portale im Internet. Möglichkeiten bieten sich aber auch bei der Weitergabe von Sticks oder durch vernetzte Computerräume wie in der Schule.

Was können diese Trojaner?

Ausspähende Trojaner können wertvolle Daten jeder Art ausspähen und unbemerkt an den Angreifer per Internet zurückschicken. Die „intelligente“ Form dieser Trojaner können auch „nur“ Tastaturfolgen nach bestimmten Eingaben wie „Bank“, „Überweisung“ usw. aufzeichnen; damit muss sich der Angreifer nicht mehr durch Berge von Informationen arbeiten, sondern bekommt ziemlich zielgenau an die relevanten Daten und kann die nun folgenden Angriffe sogar automatisieren. Wirtschaftlichem Betrug bei Kreditkarten oder Online-Banking ist somit im wahrsten Sinne Tür und Tor geöffnet. Aber auch die Trojaner, die den Computer "nur" als Plattform für Angriffe im Internet verwenden, können ernsthafte Folgen für den Betreiber haben. Im harmlosesten Fall sperrt der Internet-Provider den Anschluss, im schlimmsten Fall steht man strafrechtlichen Ermittlungen gegenüber, weil man sich an Angriffen beteiligt hat oder zur Verbreitung pädophiler Inhalte beigetragen hat.

... und die Apps?

Mit der rasanten Verbreitung der Smartphones mit iPhone & Co. werden immer mehr Apps (zusätzliche Applikationen / Kleinprogramme) angeboten, viele sind kostenlos oder kosten nur um 1 – 2 €. Viele Apps sind nützlich, sie geben z.B. Zugverbindungen oder Buslinien an, aber nach seriösen Schätzungen spähen mindestens 20 % aller Apps das Bewegungsprofil der Nutzer aus, Spitzenreiter ist hier das iPhone selbst. Die Gefahren sind mittlerweile als so ernst eingeschätzt, dass das Bundesinnenministerium seinen Mitarbeitern die Benutzung von iPhones und Blackberrys im Dienst nach Angaben des Westdeutschen Rundfunk (WDR) untersagt hat. Smartphones (und Tablets) sind nichts anderes als Computer im Taschenformat. Ständige Updates der Handy-Software sowie der benutzten Software gehören unbedingt zum Sicherheitsstandard. Sollten Kinder alleine mit diesen Geräten ins Netz gehen dürfen, müssen sie sich der Gefahren bewusst sein. Die Kinderschutzmechanismen der Betriebssysteme müssen eingerichtet bzw. durch Apps nachgerüstet sein.

Sicherheitstipps für iPhone und Android sucht man am besten im Netz, z.B. bei https://www.heise.de/

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