Johan Huizinga weist in seinem grundlegenden Buch „Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel“ darauf hin, dass Spiel älter ist als Kultur. Das Spiel ist laut Huizinga auf eine fundamentale Weise mit dem Menschsein verbunden. In seiner berühmt gewordenen Spieldefinition nennt Huizinga folgende Kennzeichen des Spiels:
Fast alle diese Kennzeichen lassen sich auch auf die Computerspiele übertragen. Damit lässt sich auch die große Faszination der Computerspiele erklären, denn der Mensch erschafft sich im Spiel einen Freiraum nach selbst gewählten Regeln und kann damit zumindest für eine bestimmte Zeit den allgegenwärtigen Zwängen entfliehen. Huizinga weist auch überzeugend nach, dass die sprachgeschichtliche Bedeutung des Begriffes Spiel sehr nahe verwandt ist mit Herausforderung, Gefahr, Kampf, Jagd und Töten. Dieser Zusammenhang ist auch im Hinblick auf die Computerspiele sehr interessant, wenn es um das Suchtpotential der Onlinespiele geht und auch um neue Formen von Gewalt. Die Opfer werden in den Gewaltspielen als Zielscheiben gesehen und nicht als Menschen. Mitleid und normales Sozialverhalten werden ausgeblendet.
Folgende Zusammenstellung zu den Spielmotiven stammt aus
http://www.lmz-bw.de/medienbildung.html
. Dort gibt es auch viele weitere Hinweise und
Materialien zu den Neuen Medien.
Ein besonders interessantes Statement gab folgender jugendliche Spieler ab:
„In dem Spiel gab es gewisse Stufen, die man erreichen konnte. Je höher die Stufe, desto höher das Ansehen. Innerhalb von acht Monaten hatte ich die höchste Stufe erreicht. Ich wurde geachtet, ich wurde gemocht. Im Real haben mich meistens alle gehänselt. Ich war ein Niemand. Aber im Spiel war ich ein Jemand.“ (www.onlinesucht.de)
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