Papierformat
Schon immer haben sich Menschen über ästhetische Proportionen Gedanken gemacht. So teilt der Goldene Schnitt eine Strecke ungefähr im Verhältnis 1 zu 1,62. Aus praktischen Gründen werden heutige Papierformate nicht nach dem Goldenen Schnitt, sondern im Seitenverhältnis 1 zu 1,41 produziert. Dieses Format (DIN-A) hat den Vorteil, dass durch Halbierung der längeren Seite wieder ein DIN-Format mit dem Seitenverhältnis 1 zu 1,41 entsteht. Auf diese Weise gibt es keinen Abfall bei der Papierproduktion.
Satzspiegel
Der Satzspiegel legt die zu bedruckende Fläche des gewählten Formats fest. Es gibt viele Regeln, nach denen ein Satzspiegel
erstellt werden kann. Der Satzspiegel ist von vier Seitenrändern umgeben. Den Rändern kommen bestimmte Funktionen, wie
das Halten oder Lochen der Seite zu.
Die Gestaltung einer Seite ist nicht willkürlich, sondern unterliegt bestimmten Regeln. Oberstes Ziel ist es, den Text möglichst lesefreundlich zu setzen. Um dies zu erreichen werden beispielsweise lange Zeilen vermieden und stattdessen mehrere
Spalten eingeführt.
Aus den Hilfslinien der Spalten sowie den Grundlinien der Schrift ergibt sind ein Gestaltungsraster. In diesem Raster können
Bilder und Texte platziert werden. Durch das Raster ist gewährleistet, dass sich ein einheitliches Erscheinungsbild ergibt.
Satz
Text kann auf zwei Arten gesetzt werden:
Schriftwahl
Bei Schriften wird grob zwischen Schriften mit und Schriften ohne Serifen unterschieden. Unter Serifen versteht man die
kleinen Ausläufer der Buchstaben. Ihre Funktion ist es, das Auge entlang einer (unsichtbaren) Linie entlang der Zeile zu führen. Während Serifenschriften in gedruckten Produkten weit verbreitet sind, spielen sie in digitalen Medien eine untergeordnete Rolle, da die Serifen zu fein für die Darstellung am Monitor sind.
Bei der Auswahl einer Schrift muss die Wirkung der Schrift beachtet werden. Durch Adjektivpaare wie weiblich–männlich,
weich–hart kann der Charakter einer Schrift beschrieben werden. Die gewählte Schrift sollte möglichst zum Textinhalt passen.
Vorsicht bei der Kombination von Schriften! Schriften dürfen sich nicht zu ähnlich sein, damit keine Verwechslungsgefahr
besteht. Das Mischen von Schriftschnitten ist jedoch möglich. Man versteht darunter die verschiedenen Varianten einer
Schrift, z.B. eine kursive oder fette Variante.
Schriftsatz
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