Kompetenzorientiertes Lernen ist aufbauendes sowie vernetzendes Lernen über Jahre hinweg. Dazu gehört vor allem die vertikale Vernetzung innerhalb des Faches und der Fachinhalte, aber auch die horizontale Vernetzung über die Fächergrenzen hinweg.
Dahinter steht die Einsicht, dass die im Religionsunterricht intendierten Kompetenzen über Jahre hinweg aufgebaut werden. Das kann man sich gerade an Ethik klar machen. Die Fähigkeit, zentrale ethischen Aussagen in eine normenkritische Urteilsbildung einzubringen, ist nicht das Ergebnis von sechs Wochen, sondern von mehreren Schuljahren.
Doch gerade das bereitet gegenwärtig Schwierigkeiten. Die Bildungsstandards 1 bis 4 und 5 bis 10 sind nicht explizit aufbauend bestimmt worden. Dennoch zeigen sich Ansätze eines aufbauenden Lernens (vertikale Vernetzung), die Beachtung verdienen. Ein weisheitliches Wissen um den Lernaufbau wird man dem Bildungsplan nicht bestreiten können.
Aufbauendes Lernen setzt die Entwicklung eines Aufbaumodelles vor. In dieses gehören folgende Elemente:
Die Entwicklung eines solchen Aufbaumodells bedarf sorgfältiger Überlegung. Teamarbeit ist deshalb hilfreich. Ganz entscheidend ist aber, dass sich die Fachkonferenz ein solches Modell zu eigen macht und es als verbindlich erklärt. Wenn es bei Schülerinnen und Schülern einen Lernvertrag gibt, so könnte es auf bei einer Fachkonferenz um gemeinsame Zielvereinbarungen geben.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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