Schon zu Beginn wurde darauf hingewiesen, dass die hier vorliegenden Arbeitsmaterialien im evangelischen Religionsunterricht in einer 5. Klasse erprobt wurden. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildete erneut eine Anforderungssituation. 1
Im Deutschunterricht sollen alle Schülerinnen und Schüler ein Buch vorstellen. Die Deutschlehrerin hat mit ihrer Klasse fünf Regeln erarbeitet, die bei einer Buchvorstellung zu beachten sind. Jetzt sollen alle Kinder sagen, welches Buch sie nehmen möchten. Die Lehrerin geht alphabetisch vor, deshalb kommt Thomas erst spät dran. Die Bücher, die er auch gerne genommen hätte – „Reckless - Steinernes Fleisch“ von Cornelia Funke, „Gregs Tagebuch“ oder „Krabat“ von Ottfried Preußler – sind leider schon vergeben. Da kommt ihm eine verrückte Idee: Der Religionslehrer hat neulich gesagt, die Bibel sei „das Buch der Bücher“! Als die Lehrerin ihn fragt, welches Buch er vorstellen möchte, antwortet er: „Ich würde gerne die Bibel vorstellen – geht das?“ Seine Lehrerin sagt: „Na klar, warum soll das nicht gehen? Und jetzt könnt ihr euch schon mal ein paar Notizen für eure Buchvorstellung machen!“
Erleichtert schaut Thomas noch mal in sein Heft und liest:
|
Aufgabe Schreibe auf, was Thomas sich zu den fünf Punkten notiert. |
Die Anforderungssituation ist authentisch, realistisch, altersgemäß und nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler: Buchvorstellungen sind Teil des Deutschunterrichts in Klasse 5 und 6. Wird die Anforderungssituation den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Unterrichtseinheit vorgelegt, kann die Lehrperson aus den Antworten der Schülerinnen und Schüler vor allem Konsequenzen im Hinblick auf den zu erreichenden Standard 1 ableiten: Die Schülerinnen und Schüler „kennen Aufbau und Überlieferung der Bibel“ (...).
Sie eignet sich ebenfalls als Prüfaufgabe am Schluss der Unterrichtseinheit: Die Antwortbeispiele machen deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler Auskunft geben können über Verfasser und Inhalte, Aufbau und Überlieferungsgeschichte der Bibel; darüber hinaus können sie aus ihnen bekannten Geschichten die auswählen, die für sie repräsentativ für die biblische Botschaft sind (Standard 3: „Die Schülerinnen und Schüler können erklären, dass die Bibel für Christinnen und Christen ‚Heilige Schrift’ ist und damit besondere Bedeutung hat“) und sich deshalb bei einer Buchvorstellung zum Vorlesen eignen; außerdem können sie etwas zu den ursprünglichen Sprachen der Bibel sowie zu ihrer Übersetzung sagen (Standard 2: „Die Schülerinnen und Schüler können exemplarisch biblische Texte zu ihren Entstehungssituationen in Beziehung setzen“).
1. Eine Schülerin schreibt:
2. Ein Schüler schreibt:
3. Eine Schülerin schreibt:
1 Nach einer Idee in Ortswechsel Neuland 5, S. 36.