Mit Hilfe einer Lernstandserhebung kann die Lehrperson z.B. ermitteln, ob, in welchem Umfang und auf welchem Niveau die SuS „zentrale ethische Aussagen der Bibel (Dekalog; wichtige Abschnitte der Bergpredigt, zum Beispiel die Goldene Regel; Doppelgebot der Liebe) in eine normenkritische Urteilsbildung einbeziehen“ können.
Es wird erhoben, ob und auf welchem Anforderungsniveau die SuS in der Lage sind, eine bestimmte Situation als moralisches Problem und/oder Herausforderung zu erkennen, die Situation hinsichtlich der beteiligten Personen, der Umstände etc. analysieren, mögliche Handlungsoptionen und deren Folgen gedanklich zu entwickeln, argumentativ gegeneinander abzuwägen und unter Berücksichtigung biblisch-ethischer Normen kritisch zu prüfen, um daraufhin entscheiden zu können.
Die Lernstandserhebung kann z.B. als Schlussevaluation dazu beitragen, den Lernstand und Lernzuwachs der einzelnen Schülerinnen und Schüler besser einschätzen zu können. Sie kann zudem mit einem Selbstevaluationsbogen kombiniert werden. Beides bietet im Anschluss Gesprächsanlässe, um den individuellen Lernprozess zu reflektieren und im Sinne einer Abschlusswürdigung gemeinsam zu schauen, was bereits geschafft wurde und woran weiter gearbeitet werden soll , wo noch Fragen offen sind oder individueller Förderbedarf besteht.
6.3.1 Aufgaben zur Lernstandserhebung
Die Schülerinnen wählen aus drei Anforderungsbereichen eine Aufgabe aus, die sie bearbeiten. Sie bearbeiten somit wahlweise
6. Der aufbauende Lernprozess in Klasse 9/10
6.1 Schritte der normenkritischen Urteilsbildung
6.2 Sozialpraktikum als authentische Lernsituation
Aufbauendes Lernen in der Sekundarstufe I: Ethische Kompetenz
Moralisches und ethisches Reflektieren:
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