Orientierung an Operatoren
Vor diesem Hintergrund gewinnt der vierte Aspekt einer veränderten Aufgabenkultur – die
Orientierung an Operatoren
– besondere Relevanz.
(1) Die gängigen
Operatorenlisten
beziehen sich
-
auf Operationen
kognitiver (geistiger) Art
: z. B. zusammenfassen, in Beziehung setzen, analysieren, interpretieren, bewerten (Ergebnis ist nicht wahrnehmbar, sondern rein geistiger Art).
-
auf Operationen
exekutiver/ performativer Art
: z. B. formulieren, darstellen, skizzieren, entwerfen, unterstreichen, vervollständigen, ankreuzen, schreiben, gestalten (Ergebnis ist wahrnehmbar)
Während Operatoren, die sich explizit auf
-
kognitive (geistige) Tätigkeiten
beziehen – z. B. zusammenfassen, in Beziehung setzen, analysieren, interpretieren, bewerten – in der Regel
offene
Aufgaben bestimmen, die mit Textproduktion verbunden sind,
sind
geschlossene
und
halboffene
Aufgaben in der Regel durch Operatoren gekennzeichnet, die sich auf
-
exekutive/ performative Tätigkeiten
beziehen: z. B. markieren, ankreuzen, vervollständigen, ergänzen, skizzieren, formulieren.
Die damit verbundenen geistigen Tätigkeiten bleiben implizit und können sowohl einfach als auch hoch komplex sein.
(2)
Es ist problematisch Operatoren AFBs zuzuordnen.
Alle Operatoren verlangen Leistungen im Anforderungsbereich II und zusätzlich in mindestens einem weiteren Anforderungsbereich. Einzelne Operatoren können, je nach konkreter Aufgabenstellung und Materialgrundlage, Leistungen in allen drei Anforderungsbereichen erfordern.
Der Primat der Inhaltssicherung
Vortrag:
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