19.07.2018
von Götz Bechtle
Was könnte es Angenehmeres geben als einen lauen Sommerabend, nette Leute, angenehme Unterhaltung, musikalische Live-Begleitung und wunderbare Fotos? So am Donnerstagabend auf der Gartenterrasse der Landesakademie, wo diesmal bekannte Jazz- und Popmelodien ins Tal klangen, im Gegensatz zu den Rossinimelodien, die sonst dort aus dem Kurpark zu hören sind., Die Gartenterrasse der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen war wirklich ein absolut geeigneter Ort für eine Vernissage der besonderen Art, einer Fotoausstellung mit Werken von Kurt Habart.
Der frühere Schulleiter der Calmbacher Realschule und Schulamtsdirektor in Pforzheim, inzwischen im Ruhestand, ist ein überaus passionierter Hobbyfotograf mit dem Blick fürs Besondere. Habart präsentierte einen Querschnitt seiner Foto-Kunstwerke der letzten vier Jahre und gab damit einen Einblick in sein Leben mit „Augenblicke.“ Ein Augenblick hat durchaus eine doppelte Bedeutung: es ist sowohl ein kurzer nicht wiederkehrender Moment, aber auch die intensivere Betrachtung einer Szene, eines Gegenstandes oder Lebewesens. Beides ist für gelungene Fotos unumgänglich.
Wer Habarts Fotos betrachtet, stellt sogleich fest, dass er bisweilen Dinge sieht, die zuerst einmal unbedeutend erscheinen, dann aber im Foto als Ausschnitt auffallend wirken. Dies konnten die zahlreichen Gäste der Vernissage selbst erkennen bei den rund 30 gerahmten Fotos, die im Restaurant der Landesakademie ausgestellt waren. Sie zeigten, ein bisschen dem Raum entsprechend, Themen, die mit Natur, Nahrung und Ernährung sowie mit Stimmung zu tun haben.
Bei einem Rundgang erklärte Habart, wie es zu manchem Bild kam, bisweilen waren es kleine Geschichten, die seine Begeisterung für die Fotografie und das daraus entstehende Bild deutlich machten.
Zuvor jedoch hatten sich die Besucher auf der Gartenterrasse eingefunden, um der „musikalischen Begleitung“ mit Gebhard Probst (Keyboard), Jörg Lorenz (Bass), Beatrice Nuber-Mathé (Gesang) und Kurt Habart (Perkussion) zu lauschen, die mit einem „soft opening“ in den Sommerabend hineinführten. Kurt Habart selbst ist seit Jahrzehnten in Bands aktiv und konnte, wie er erzählte, für diese Vernissage Musiker und eine Sängerin gewinnen, mit denen er schon oft musikalisch zusammenarbeitete und die bei der Vernissage einen gelungenen musikalischen Rahmen bildeten.
Akademiedirektorin Carmen Mattheis hieß die Gäste auch im Namen ihres Kollegen Bernd Schinko herzlich willkommen und freute sich über diese Dauerausstellung, die noch erweitert wird. Denn über 100 weitere Fotos von Habart werden in nächster Zeit in allen Gästezimmern von Viktoria Weißer und Constanze Kraft angebracht. Für das bisherige Engagement und den Einsatz der beiden Akademiereferentinnen dankte Mattheis besonders, schließlich würden die Fotos, die alle Erwartungen übertroffen hätten, auch den Gästen der Landesakademie Freude bereiten.
Habart erklärte, wie seine Fotos zustande kommen. Seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit der Fotografie, wobei er – wie früher beim Kleinbildfilm – sich auch heute noch mit der Digitalkamera mit wenigen Aufnahmen auf das Thema konzentriert und die meisten Fotos nicht nachbearbeitet. Bevorzugte Themen sind Natur, Naturphänomene, Pflanzen, Landschaften, vor allem bei besonderen Stimmungen und Lichtverhältnissen, Seen und Flüsse, aber auch Spiegelungen und Straßenszenen mit besonderer Aussagekraft von ganz unterschiedlichen Orten in unserem Raum und in der Ferne.
Bei einem Getränk und Häppchen konnten die Besucher der Vernissage in aller Ruhe die künstlerischen Objekte im Restaurant betrachten und anschließend wieder den Klängen der Livemusik auf der Gartenterrasse lauschen, für alle ein angenehmer und erholsamer Sommerabend.
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