"Die Mörder sind unter uns" - Der Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958

Autorin: Dr. Ines Mayer

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte an der ZSL-Regionalstelle Tübingen -


B 1, Filmplakat „Die Mörder sind unter uns“

Kurzbeschreibung des Moduls:

„Die Mörder sind unter uns“ – im ersten deutschen Nachkriegsfilm geht es um den ehemaligen Hauptmann Brückner, verantwortlich für die Ermordung von Zivilisten im besetzten Polen, der unbehelligt als Unternehmer im Kreise seiner Familie lebt - bis er durch Zufall entdeckt wird. Unbehelligt blieb auch der ehemalige Polizeidirektor von Memel und mehrfache Mörder Bernhard Fischer-Schweder – unter falscher Identität. Auch er wurde zufällig enttarnt. Es wird deutlich: NS-Verbrecher konnten sich nach 1945 der Entnazifizierung entziehen und untertauchen. Eine systematische Strafverfolgung gab es noch nicht. Die Abkehr vom „Kommissar Zufall“ brachte erst der Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958 gegen Fischer-Schweder und neun weitere Angeklagte sowie die Einrichtung der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen  im Dezember 1958.

Neben der Nachkriegsproblematik einer mangelhaften Aufklärung von NS-Verbrechen setzt das Modul einen weiteren Schwerpunkt mit der Betrachtung der ersten Phase der Shoah. Dies ist umso wichtiger, als die Erschießungsaktionen der Einsatzgruppen bis heute im Geschichtsunterricht kaum thematisiert werden. Das Modul wirft hier ein Schlaglicht auf das Einsatzkommando Tilsit, das im Sommer 1941 im deutsch-litauischen Grenzgebiet rund 5.500 Zivilisten – Männer, Frauen und Kinder – ermordet hat. Dieser Verbrechenskomplex stand 1958 in Ulm vor Gericht. Das Unterrichtsmodul ist für die Sek. II konzipiert.

1Hintergrund
 Zeittafel
 Bedeutung
2Methodenvorschlag
 Bildungsplan
 Didaktische Hinweise
 Verlaufsplanung mit Materialien
3Materialien und Medien
 Übersicht
4Service
 Literatur, Links, Sonstiges

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