„Frage der Etikette“ oder „Kampf um die Republik“? Der Konflikt zwischen den Sigmaringer Regierungspräsidenten und dem Haus Hohenzollern in der Weimarer Republik
Autor: Markus Fiederer
- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte an der ZSL-Regionalstelle Tübingen -
Kurzbeschreibung des Moduls:
Das Unterrichtsmodul thematisiert den jahrelang öffentlichkeits- und medienwirksam ausgetragenen Konflikt zwischen den Regierungspräsidenten des preußischen Regierungsbezirks Sigmaringen und dem Haus Hohenzollern. Es veranschaulicht am lokalen Beispiel, wie schwierig es für die Repräsentanten der noch jungen Republik war, die Autorität des demokratischen Staates, insbesondere den republikanischen Gleichheitsgrundsatz gegenüber den „alten Eliten“ (Adel, Bürokratie, Militär), aber auch gegenüber Teilen des konservativen Bürgertums durchzusetzen. Die Demissionierung des Regierungspräsidenten Alfons Scherer im Jahre 1931 verdeutlicht am konkreten biographischen Beispiel die Tendenz der Republik zur „Selbstaufgabe“ in ihrer Endphase.
Im Sinne der Demokratiebildung sensibilisiert das Modul dafür, dass eine erfolgreiche Republik nicht nur funktionierender demokratischer Strukturen, sondern auch der gesellschaftlichen Tiefenstruktur republikanischer Grundüberzeugungen bedarf.
Das Unterrichtsmodul ist für die Kursstufe konzipiert, kann aber auch in Klasse 9 eingesetzt werden.
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