Vom Armenhaus zum "Musterländle" - Industrialisierung, Hochmoderne und Strukturwandel in Südwestdeutschland
Kurzbeschreibung des Moduls:
1. Hintergrund
a) Historische Einordnung
b) Historische Bedeutung
2. Das Thema im Unterricht
a) Impulse und Material für den Unterricht mit didaktischen Hinweisen
| Zeit / Phase | Inhalte / methodische Hinweise |
|---|---|
| Doppelstunde | |
| Einstieg | Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Kontrast vom Armenhaus um 1800 zum „Musterländle“ heute. Auf der Basis des Textes von Udo Vullhorst entwickeln sie Leitfragen, wie z.B. Wie lässt sich der besondere wirtschaftliche Aufstieg des Südwestens erklären? Was war daran „vorbildlich“? Warum verschob sich der Anteil der Arbeitnehmer im Industriesektor in BW deutlich stärker als in Deutschland insgesamt? |
| Erarbeitung 1 | Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zunächst strukturelle Erfolgsfaktoren für den Beginn und Take-Off der Industrialisierung im Südwesten aus einem Historikertext. Sie erläutern diese Faktoren anhand von ausgewählten Bildern. Sie unterscheiden dabei verschiedene Aspekte, wie geographische Lage, Rolle des Staates, Bildung, Schrittmacherindustrie etc. (Arbeitsblatt 2, vgl. Lösungshinweise Arbeitsblatt 6) |
| Erarbeitung 2 | Die Schülerinnen und Schüler lernen Beispiele für die Bedeutung von Personen und ihrer Erfindungen in der Hochindustrialisierungsphase im Südwesten kennen. Sie lesen dazu einen Text zur Technikgeschichte und suchen selbst im Internet nach entsprechenden Bildern dazu. (Arbeitsblatt 3) |
| Auswertung/Transfer | Die Schülerinnen und Schüler stellen die Erfolgsfaktoren zusammen und beurteilen, inwieweit die Tatkraft und der Erfindungsgeist von Personen oder eher strukturelle Bedingungen, wie das Verkehrsnetz oder die Rohstoffe, für den Beginn und die Hochindustrialisierung im Südwesten maßgeblich waren (vgl. Lösungshinweise Arbeitsblatt 6). |
| Hausaufgabe | Zusammenfassen der Faktoren in einem Schaubild |
| Unterrichsthema | |
| Einstieg | Wiederholung aus der letzten Stunde durch Präsentation des Schaubildes. Entwicklung der Fragestellung nach dem weiteren Verlauf der Industrialisierung in Baden-Württemberg nach 1945 |
| Erarbeitung 1 | Analyse einer Statistik zur Entwicklung des realen BIP in Baden-Württemberg im Vergleich zur BRD. Die SuS erkennen dabei eine Parallelität der Entwicklungen und gleichzeitig einen steten Vorsprung BWs, was die Wachstumsraten des realen BIP betrifft. (Arbeitsblatt 4) |
| Erarbeitung 2 | Erklärung dieses Vorsprungs durch Beispiele aus der Industriegeschichte BWs. Die SuS lesen arbeitsteilig in einer Vierer-Gruppe die technisch-industriellen Entwicklungen in Baden-Württemberg nach 1945 (je eine Seite) und stellen sich deren Inhalt gegenseitig vor. Sie halten dabei Industriezweig, ein konkretes Beispiel, Reichweite (lokal, regional, national, global) fest. Anschließend diskutieren sie in der Gruppe, worin die bis heute anhaltende Stärke der baden-württembergischen Industrie trotz Strukturwandel und Ende der Hochmoderne zu sehen ist. (Arbeitsblatt 5) |
| Vertiefung | Zur Vertiefung kann eine regionales Fallbeispiel herangezogen werden, z.B. hier: https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp_2016/wege-in-die-moderne (Übersichtsseite der landeskundlichen Module auf dem LBS zur Geschichte der Modernisierung) |
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