Arbeitsblatt 11: ungleiche Verträge
Kolonialismus? - „Ungleiche Verträge“ mit China
1844 | Frankreich und die USA sichern sich die gleichen Vorrechte wie Großbritannien im Vertrag von Nanjing: Aufhebung aller Handelsbeschränkungen, keine chinesische Hoheit in Vertragshäfen, Zulassung von Missionaren. |
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1850-1864 | Große Teile Chinas werden von einem Aufstand unzufriedener Bauern, der sog. Taiping-Rebellion, erfasst und entgleiten der staatlichen Kontrolle. Die Hoheit der Qing-Dynastie kann nur durch das Eingreifen britischer und französischer Truppen mit modernen Gewehren und Kanonen wiederhergestellt werden. |
1856-60 | Zweiter Opium-Krieg und Besetzung Pekings, Zerstörung der Palastanlagen. Im Vertrag von Tianjin werden alle chinesischen Häfen für den Handel geöffnet, Opium-Import erlaubt, den Europäern weitgehende Reisefreiheit in China zugestanden; Englisch wird offizielle Handelssprache in den Häfen. |
1858 | Russland erzwingt in einem ungleichen Vertrag Gebietsabtretungen Chinas im Norden, z.B. die Mandschurei, die Heimat der Qing-Kaiser. |
1884-87 | Frankreich erobert Teile Vietnams, Kambodschas und Laos von China und schließt diese in der Kolonie Französisch-Indochina zusammen. |
1898 | Nach der Ermordung zweier deutscher Missionare fordert die deutsche Reichsregierung in einem Ultimatum ein „Pachtgebiet“, unterstützt von einem Kreuzergeschwader vor der Küste Chinas. Daraufhin wird die Deutsche Schutzkolonie Kiautschou eingerichtet. |
