Kempten/Cambodunum
Im Voralpenland lebte der Stamm der Vindeliker. Nach der Eroberung dieses Gebiets unter Tiberius war Campodunum (heute Kempten) das regionale Zentrum. Cambodunum lag an einer wichtigen Verbindungsstraße, die in west-östlicher Richtung von Bregenz über Kempten und Andechs nach Salzburg führte. Cambodunum könnte im 1. Jh. n. Chr. der Hauptort der römischen Militärverwaltung gewesen sein. Auch nachdem die Gebiete nördlich der Donau in der Mitte des 3. Jh. an die Alamanni verloren gegangen waren, blieb Cambodunum in römischer Hand.
Quelle/Lektüreempfehlung: Artikel "Raeti/Raetia" in Der Neue Pauly, Autoren Gerhard H. Waldherr und Franz Schön. Hervorzuheben ist an dieser Quelle das gute Kartenmaterial.
Im archäologischen Park Kempten/Cambodunum kann man drei Reste aus der römischen Zeit besichtigen: Eine Tempelanlage, die teilweise aus Rekonstruktionen besteht und einen guten Eindruck von dem Zustand in der Antike vermittelt, die Ruinen bzw. Fundamente eines Forums und eine Thermenanlage. Die Internetseite des Fremdes Angebot: Römerstadt Kempten (öffnet in neuem Tab) dient zur Vorbereitung einer Exkursion. Als Zielgruppe bieten sich Lateinklassen der Klassenstufe 5 bis 7 an.
Der Archäologische Park Cambodunum unterhält einen Fremdes Angebot: Youtube-Kanal (öffnet in neuem Tab).
Fremdes Angebot: Karte bei Openstreetmap anzeigen (öffnet in neuem Tab)
In der Nähe:
Auf der Übersichtskarte findet man Kempten im Planquadrat 4E.
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