Unterrichtsvorhaben

Pflichtbereich 3.2.1.2: Laufen, Springen, Werfen – Möglichkeiten der Verknüpfung von Theorie und Praxis

Unterrichtsvorhaben: Wir sammeln und reflektieren vielfältige Bewegungserfahrungen beim Laufen

Das Unterrichtsvorhaben kann als Einheit unterrichtet werden (ca. 4 Stunden) oder in Verbindung mit anderen Inhaltsbereichen (z. B. Fitness entwickeln, Bewegen an Geräten). Die Förderung und Entwicklung der Bewegungskompetenz und Reflexions- und Urteilskompetenz stehen im Mittelpunkt. Besonderer Fokus liegt auf den unterschiedlichen methodischen Zugängen zur Praxis-Theorie-Verknüpfung.

Prozessbezogene KompetenzenInhaltsbezogene KompetenzenKonkretisierung,
Vorgehen im Unterricht
Ergänzende Hinweise, Arbeitsmittel, Organisation, Verweise

2.1 Bewegungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

1. alters- und entwicklungsgemäße konditionelle Anforderungen bewältigen;

2. koordinative Fähigkeiten und technische Fertigkeiten anwenden;

4. grundlegendes Fachwissen in sportlichen Handlungssituationen anwenden und sachgerecht nutzen

2.2 Reflexions- und Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

1. durch die Analyse sportlicher Handlungssituationen verschiedene Sinnrichtungen des Sports erkennen

3. das eigene sportliche Handeln selbstbestimmt steuern

2.3 Personalkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

3. die Bedeutung von Bewegung für das eigene Wohlbefinden […] einschätzen […]

4.physische und psychische Auswirkungen ihres Bewegungshandelns […] wahrnehmen und reflektieren

5. eigene Emotionen und Bedürfnisse […] wahrneh- men und regulieren

6. in sportlichen Handlungssituationen ihre Aufmerksamkeit steuern.

2.4 Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

4. in Übungs- und Wettkampfsituationen verantwortungsvoll handeln […]

6. bei sportlichen Aktivitä-ten kommunizieren, kooperieren und konkurrieren

(1) unter Berücksichtigung grundlegender Technikmerkmale

  • schnell laufen (zum Beispiel Ballenlauf) ….
  • über Hindernisse laufen (zum Beispiel rhythmisch laufen)

(4) 30 Minuten ohne Unterbrechung laufen

(6) bei ihrem sportlichen Bewegungshandeln zu verschiedenen Sinnrichtungen eigene Positionen entwickeln

(8) die eigene Leistung realistisch einschätzen

(10) die eigene Leistungsentwicklung beschreiben und dokumentieren (zum Beispiel durch ein Sportportfolio)

„Längere Zeit und längere Strecken laufen“

Zeitschätzläufe

  • Alleine laufen und versuchen eine vorgegebene Zeit genau einzuhalten
  • zu mehreren laufen und die gleiche Zeit genau einzuhalten
  • die gleiche Zeit vorwärts und rückwärts laufen

→ die Praxis verdeutlicht die Theorie (illustrative Theorievermittlung)


Formationsläufe

Paarweise die Formationsläufe in der angegeben Reihenfolge durchführen

Talk about

Begriffe zum Thema Laufen (z.B. Atmung, Puls, Belastung, Sprint, Dauerlauf, Ballenlauf, Staffellauf …) werden auf Kärtchen geschrieben und von den SuS gezogen. Paarweise laufen und den Begriff des Partners durch Ja/Nein-Fragen erraten.

→ Additive Verbindung von Praxis und Theorie

„Schnell laufen und um die Wette laufen“:

Puzzle-Lauf

Puzzleteile gestalten mit Bewegungsabläufen zum Sprinten und Dauerlaufen, zu verschiedenen Startmöglichkeiten

Puzzleteile werden sichtbar auf dem Boden oder auf kleinen Kästen ausgelegt. Ein Laufviereck ist mit Pylonen markiert oder durch vorhandene Hallenlinien bestimmt.

Trennen und Treffen in verschärfter Form (im Freien)

Rundbahn, in Paaren: A und B starten gemeinsam auf der geraden Strecke. Beginnt die Kurve, läuft A die Kurve auf der Bahn weiter, während B abkürzt und im 90 Grad Winkel zum Ende der Kurve läuft. Dort sollen sich beide wieder treffen. Auf der gegenüberliegenden Seite geht es wieder von vorn los. Wechsel entweder nach jeder Runde oder nach jeder Kurve oder von den SuS selbst festzulegen.

„Über Hindernisse laufen“

Bänke-Parcours in vorgegebenen Formationen (Laufkarten) in Kleingruppen überwinden

Mögliche Reflexionsfragen:

Welche Erfahrungen macht ihr bei den verschiedenen Aufgaben?

Wodurch wird die Wahrnehmung der Zeit beeinflusst?

Was bedeutet „Zeitgefühl“ zu entwickeln?

Die Antworten werden auf Plakaten festgehalten

Wissenserwerb: Symbole und Laufwege, Illustrationen verstehen und umsetzen

Vgl. Vorlage „Laufparcours“

als Einführung oder Festigung von Fachbegriffen

Begriffskärtchen themenspezifisch selbst gestalten

Erholungspause nutzen für Unterrichtsgespräch zu den unterschiedlichen Techniken

Die Vorlage der Puzzleteile an die SuS zum Einkleben in das Lauftagebuch ausgeben. (als Hausaufgabe)

Vorlagen z.B. auf  Fremdes Angebot: www.sportunterricht.de (öffnet in neuem Tab)

Selbsteinschätzung der Belastung (z.B. Borgskala) nach jedem Lauftraining eintragen lassen

UG zur Abgrenzung der Begriffe Anstrengung, Erschöpfung, objektive (Pulsmessung) und subjektive Parameter (Einschätzung Borgkala) vergleichen

Mögliche Reflexionsfragen:
Was ist macht mehr Spaß – voraus laufen oder nachfolgen? Warum ist das so?

Welche Kriterien können für die Kleingruppenbildung herangezogen werden?

Was wäre für die Festlegung der Reihenfolge der Läuferinnen und Läufer wichtig?

Vgl. Vorlage „Bänke-Parcours-Lauf“

(mit freundlicher Genehmigung von Jens Haaf)



Beispiel zur Theorie-Praxis-Verknüpfung Profilfach Sport:

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Laufparcours