Digitalkamera: Das Objektiv


Die Linsengruppe, die eine möglichst scharfe und helle Abbildung eines Motivs ermöglicht, ist nach wie vor das zentrale Element zur Fokusserung und Verstärkung der Lichtwellen.
Wie bei der Konstruktion analoger Kameras spielt das Objektiv auch bei Digitalkameras eine zentrale Rolle. Aufgrund der veränderten Größenunterschiede zwischen dem Lichtsensor einer Digitalkamera und herkömmlichen Filmmaterial müssen die Linsen eines Objektivs sogar von höherer Qualität sein als im analogen Einsatz. Gleichzeitig ist eine äußerst kompakte Bauweise möglich. Ein 2/3"-CCD-Chip besitzt ca. 1/4 der Fläche eines Kleinbildnegatives.

Zoom
Von herausragender Bedeutung ist bei den Digitalkameras ein optisches Zoom, um die Brennweite zu verändern. Ein digitales Zoom hingegen ist lediglich Spielerei und nur ein Verkaufsgimmick. Der digitale Zoomeffekt kann auch am PC erreicht werden und geht zu Lasten der Kantenschärfe und Auflösung.
Der Zoomfaktor gibt an, wie stark ein Objektiv einen Gegenstand vergrößern kann.
Oftmals rechnen die Kamerahersteller die Zoomeigenschaften entsprechend der Zoomleistungen einer Analogkamera um („entspricht: 35-105 mm“). Eingebürgert hat sich jedoch, dass lediglich der Zoomfaktor angegeben wird (z.B. 3-fach), wobei nicht immer ersichtlich ist, ob es sich um eine Zoomleistung vom Weitwinkel (z.B. 35 –105 mm) bis zum Telezoom oder nur im Telebereich (z.B. 50 – 180 mm ) handelt. Hier gilt es nachzufragen oder nachzulesen.