Digitalkamera: Speichermedien
Die Speichermedien arbeiten zumeist ähnlich, unterscheiden sich jedoch in Aussehen und Preis deutlich.
Ähnlich wie bei den Videokassetten und DVD-Speichermedien ist der Kampf um das richtige Medium in vollem Gange. Nachfolgend die derzeit (Stand 04-05) gebräuchlichsten Modelle:
1. Secure-Digital-Card (SD)
Derzeit der unangefochtene Gewinner. Durch geschickte Strategie stark auf dem Vormarsch. Kompakte Bauform mit nur 31 x 23 x 2 mm. Immer mehr Hersteller setzen die SD-Card in Digitalkameras, MP3-Playern, PDAs und Notebooks ein.
2. Multimedia-Card (MMC)
Multimedia-Karten finden sich fast überall. Verwendet wird fast das gleiche Gehäuse wie bei den SD-Karten. Die SD-Karte ist 0,7 Millimeter dicker als die MM-Karte, deshalb passen die dünneren MM-Module in den SD-Slot eines Kartenlesers, aber nicht umgekehrt.
3. CompactFlash (CF, Typ I und II)
In vielen Kameras immer noch erste Wahl. Doch CompactFlash hat viele Marktanteile an die boomende SD-Card verloren. Typ II ist 1,7 bis 2,0 Millimeter dicker als Typ I und passt deshalb nicht in jeden CF-Slot. Da jede Karte ihren eigenen Controller mitbringt, sind diese Karten größer als alle anderen. Die Kontakte liegen verborgen und sind geschützt. Im Vergleich zu modernen Formaten fallen CF-Karten etwas klobig aus (bis zu sechsmal größer als bei SD-Cards).
4. Microdrive (MD)
Diese Mini-Festplatte im Compact-Flash-Gehäuse spielt nach wie vor bei Profi-Kameras eine große Rolle. Gleiche geräumige Bauform wie CF, deswegen passen neben Flash-Speicherchips auch 1-Zoll-Festplatten mit derzeit 512MB bis 4GB in ein CompactFlash-II-Gehäuse. Wegen seiner hohen Kapazität mit Abstand der günstigste MB-Preis.
5. Memory Stick (MS, Pro/Duo)
Dieses Konkurrenzprodukt zur Multimedia-Card ist in 4 Versionen erhältlich. Die ursprüngliche Version ist relativ langsam und hat nur begrenzte Speicherkapazität (128MB bzw. Duo: 2x128MB). Die Duo-Version ist für Handys gedacht und kann mittels Adapter auch in Digitalkameras genutzt werden. Die Pro-Version hat mehr Kapazität und ist schneller, aber sie ist nicht mehr abwärtskompatibel. Da Sony keine PDAs mehr produzieren will, ist ihr Fortbestand auf längere Sicht inzwischen fraglich geworden.
6. XD-Picture-Card
Obwohl nur von wenigen Herstellern genutzt (Fujifilm / Olympus), konnte auch dieses Format deutlich an Marktanteilen hinzugewinnen. Allgemein langsamer und teurer als SD-Card. Baut technisch auf SM-Card auf.
7. SmartMedia (SMCard)
Dieses Format spielt praktisch keine Rolle mehr. Restbestände werden zwar noch verkauft, aber dieser Typ wird nicht mehr weiterentwickelt.
Fazit:
Siegeszug der SD-Speicherkarten
Im Wettbewerb der einzelnen Speicherformate macht derzeit die SD-Card das Rennen. Erfreut sie sich bei den Geräte-Herstellern großer Beliebtheit – mittlerweile hat sie das durchaus noch konkurrenzfähige CF-Format überholt. Zudem ist SD-Speicher neben der Mini-Festplatte Micro Drive das billigste Speichermedium.. Marktanalysen und Prognosen gehen davon aus, dass die SD-Card schon in wenigen Jahren zum dominierenden Speichermedium wird. Aufgrund von integrierten Kameras und MP3-Playern werden immer mehr Mobiltelefone mit Flash-Speicher ausgestattet. Die Handy-Hersteller setzen wegen der günstigeren Lizenzbedingungen vor allem auf MMCs oder die halb so großen RS-MMCs (reduced size). Bei den großen Stückzahlen, die im Handy-Markt umgesetzt werden, kann dies die MMC schnell nach vorne bringen.
Digitalkamera: Energieversorgung
Digitalkamera: Zusätzliche Features
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