Schriftauswahl

Die Technik des Schriftmischens erfordert viel Feingefühl,
Sinn für Formen, Proportionen und Strukturierung, sowie
die Fähigkeit zu kritischer Textinterpretation.

Welche Schriften passen zueinander?

Richtlinien und verbindliche Rezepte für die Mischung von
Schriften können nur schwer gegeben werden.
Schriftmischung ist in hohem Maße vom persönlichen
Geschmack, der Mode und dem ästhetischen Empfingen
abhängig.

Tipps für die Praxis:

  • Nie mehr als drei Schriftarten miteinander mischen
  • Deutliche Schriftunterschiede schaffen
  • Auf den Duktus achten (Strichstärke)

Gut mischbar sind:

  • Serifenlose und Serifenschriften
  • Runde und gebrochene Schriften einer Stilepoche
  • Schriften aus einer Schriftfamilie
  • Englische Schreibschrift und Klassizistische-Antiqua

Nicht gemischt werden sollten:

  • Frakturschriften untereinander
  • Klassizistische Schriften mit Renaissance-Antiqua Schriften
  • Englische Schreibschriften mit den Barock-Antiqua Schriften
  • Klassizistische Schriften untereinander

Fazit:

  • Schriftmischungen sind besonders dort wichtig wo schnell
    und effektiv schriftliche Informationen strukturiert vermittelt
    werden müssen.
  • Grundsätzlich sollte zwischen den gewählten Schriften ein
    klarer Kontrast bestehen.
  • Serifenlose Schriften (Grotesk) und Serifenschriften (Antiqua)
    bilden einen deutlichen Kontrast.
  • Geringe Unterschiede in der Schrift wirken unausgeglichen.
  • Es können auch Schriften der gleichen Familie nur mit
    unterschiedlichen Schriftschnitten und Schriftgrößen
    gemischt werden.