E-Books selber erstellen
Auf diesen Seiten der Medienwerkstatt finden Sie weiter gehende Informationen zum Erstellen von E-Books
Wer ein E-Book selber zusammenstellen will, braucht erst mal keine besonderen Werkzeuge / Programme dafür. Wenn es darum geht, Text zu schreiben, Bilder oder andere Multimedia-Elemente hinzufügen, auf Quellen zu verlinken usw., tun es auch Programme wie LibreOffice oder MSOffice. Wer unter OS X arbeitet, kann gleich "Pages" nehmen und das Ergebnis im EPUB-Format exportieren. Auch für LibreOffice Writer gibt es eine kostenlose Erweiterung, Fremdes Angebot: writer2epub (öffnet in neuem Tab), die ins EPUB-Format exportiert. Das "authoring" kann also mit den gewohnten Programmen vor sich gehen.
Erst wenn die Veröffentlichung im EPUB-Format (oder einem anderen Format) ansteht, kommen die speziellen Werkzeuge zum Erstellen von E-Books zum Zug. Sie importieren Texte, Bilder usw., die in einem geeigneten Format wie txt, odt, doc oder html vorliegen, und bereiten sie für das EPUB-Format auf. Ist dieser Prozeß abgeschlossen, kann das E-Book veröffentlicht werden.
Ein typischer "Workflow" beim Erstellen eines E-Books im EPUB-Format kann beispielweise so aussehen:
- Texte erfassen / importieren.
- Bilder und andere Elemente (Video, Audio, Links usw.) hinzufügen.
- Alles in einem geeigneten Format (z.B. (X)HTML) speichern.
- Alles in einen EPUB-Editor importieren.
- Alles strukturieren (Inhaltsverteichnis, Kapitel usw.).
- Speichern und als E-Book veröffentlichen.
Kostenlose Werkzeuge zum Erstellen / Veröffentlichen von E-Books
Die Auswahl an kostenlosen Programmen ist begrenzt. Während mehrere kostenlose Programme (z.B. Calibre) es erlauben, vorhandene Materialien (in diversen Formaten) ins EPUB-Format zu exportieren, gibt es momentan (Frühjahr 2012) nur ein kostenloses Werkzeug, das EPUB-Bücher sowohl öffnen als auch editieren kann.
Dabei handelt es sich um
Fremdes Angebot: Sigil (öffnet in neuem Tab)
, das es für Linux, Mac OS X und Windows gibt. Leider kann Sigil zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Video und Audio in E-Books einbetten. Hier gibt es eine
Fremdes Angebot: Installationsanleitung (öffnet in neuem Tab)
für Sigil unter Ubuntu.
Ebenfalls kostenlos ist
Fremdes Angebot: eCub EPUB creator (öffnet in neuem Tab)
. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen grafischen WYSIWYG-Editor. eCub ist deshalb eher für Spezialisten. Die WYSIWIYG-Variante von eCub heißt
Fremdes Angebot: Jutoh (öffnet in neuem Tab)
und ist kostenpflichtig (€ 30).
Apple's
Fremdes Angebot: iBooks Author (öffnet in neuem Tab)
kennt keine solche Einschränkungen. Es wurde speziell dafür entwickelt, elektronische Lehrbücher für Universitäten und Schulen ohne großes technisches Vorwissen zu erstellen. Entsprechend leicht ist iBooks Author zu bedienen; die Ergebnisse sind im Hinblick auf Layout usw. recht ansprechend. Allerdings produziert das Programm nur PDF oder Apple's eigenes E-Book-Format, das zwar mit EPUB verwandt, jedoch nicht identisch ist. Darüber hinaus verbieten die Nutzungsbedingungen es, kostenpflichtige E-Books außerhalb des Apple Bookstore anzubieten (nur kostenlose E-Books, die mit iBooks Author erstellt wurden, dürfen überall angeboten werden).
Da alle E-Book Reader Dateien im PDF-Format darstellen können, ist auch PDF eine Alternative. E-Books im PDF-Format sind sehr leicht zu erstellen, da sie lediglich aus einem beliebigen Programm (z.B. LibreOffice) heraus als PDF exportiert werden müssen, inklusive aller Bilder und sonstiger Darstellungen. Das E-Book ist quasi mit einem Mausklick fertig. Allerdings eignet sich PDF als seitenorientiertes Format im allgemeinen nicht besonders gut für die Darstellung auf E-Book Readern, da sich Fließtext nicht automatisch an die Bildschirmgröße des Lesegeräts anpasst. Eher geeignet ist PDF für E-Books mit vielen Grafiken und mathematischen Formeln.
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Vorteile von E-Books
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