Chromecast
Hardware
Google hat 2013 den Chromecast-Stick vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen HDMI-Stick, der Audio und Video über WLAN streamt. Strom erhält der Stick über ein Micro-USB-Ladekabel - entweder vom Netzteil oder vom USB-Anschluss am Beamer. Das Gerät kostet ca. 35€.

(CC) Bild „Chromecast dongle“ von Flickr-user EricaJoy
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chromecast_dongle.jpg (25.05.2015)
Benutzung
Der Chromecast-Stick aus dem Hause Google verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz als AppleTV und Miracast-Sticks. Technisch bestrachtet überträgt Chromecast in der Regel nur Steuerdaten vom Mobilgerät zum Chromecast-Stick. Die eigentlichen Inhalte werden direkt aus dem Internet gestreamt. Will man also beispielsweise ein Youtube-Video auf den Beamer bringen, sendet das Tablet nur Informationen wie die Internetadresse und den Zeitpunkt, von dem aus die Wiedergabe gestartet werden soll, an den Streaming-Stick. Das Video selbst holt sich der Chromecast-Stick direkt aus dem Internet. Das Tablet fungiert im Grunde nur als Fernbedienung, die man dann auch abschalten kann.
Um diese Art des Streamings zu ermöglichen, benötigt man Apps, die das Google-Cast-Protokoll verstehen und dem Chromcast-Stick die richtigen Befehle senden. Fremdes Angebot: Cast Store für Chromecast Apps (öffnet in neuem Tab)listet solche Apps auf.
Einige Beispiele für die Nutzung::
- Mit dem Fremdes Angebot: Google-Cast-Plugin (öffnet in neuem Tab)des Chrome-Browsers: Webseiten gemeinsam anschauen oder Präsentationenen ohne PC (wenn die Präsentationen z.B. bei Google Drive oder Google+ liegen) betrachten.
- eine Online-Präsentation wie Fremdes Angebot: Prezi (öffnet in neuem Tab)anzeigen ,
- eine Mindmap gemeinsam erstellen,
- Smartphone oder Tablet als Zeichenfläche verwenden und das Ergebnis mit Fremdes Angebot: CastPad (öffnet in neuem Tab)auf den großen Bildschirm übertragen,
- Podcasts anhören mit Fremdes Angebot: BeyondPod (öffnet in neuem Tab),
Im schulischen Umfeld ergeben sich beim Chromecast-Stick einige Probleme:
- Zum einen müssen Mobilgerät und Chromecast-Stick zwingend im gleichen Netzwerk sein.
- Zum anderen sind Apps, welche Casting ermöglichen, in der Regel von Google und einer Internetverbindung abhängig. So wird z.B. Google Drive für Präsentationen verwendet.
- Zum dritten besteht die Gefahr, dass die Apps personenbezogene Daten an Dienste im Internet senden, was ein datenschutzrechtliches Problem darstellt. Die Daten nehmen immer den Umweg über die (Google-) Cloud. Welche Daten die Apps vom Mobilgerät aus an den Internetanbieter übertragen, ist für den Nutzer nicht nachzuvollziehen.
Aus diesem Grund ist der Chromecast-Stick für die Nutzung in der Schule nicht zu empfehlen !
Erst in letzter Zeit entwickelt Google an einer Screen-Mirroring Funktionalität, welche den gesamten Bildschirm ohne Umweg über das Internet auf den Beamer überträgt. Über die Fremdes Angebot: Chromecast-App (öffnet in neuem Tab)oder das Fremdes Angebot: Google-Cast-Plugin (öffnet in neuem Tab)des Chrome-Browsers kann man auch den gesamten Bildschirm übertragen. Diese Funktion ist aber immer noch als „experimentell” gekennzeichnet und funktioniert seit Juli 2014 nur mit wenigen Android-Geräten (v.a. natürlich mit dem hauseigenen Nexus).
[1] vgl. http://www.giga.de/apps/chromecast/news/chromecast-app-update-bringt-screencasting-funktion-fuer-ausgewaehlte-geraete-apk-download/ Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab) vgl. Fremdes Angebot: http://www.giga.de/apps/chromecast/news/chromecast-app-update-bringt-screencasting-funktion-fuer-ausgewaehlte-geraete-apk-download/ (öffnet in neuem Tab)
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