Leitfaden der Kernprozesse
Leitfaden der Kernprozesse sonderpädagogischer Frühförderung für Mitarbeiter*innen an sonderpädagogischen Beratungsstellen
Kernprozesse der sonderpädagogischen Frühförderung in Baden-Württemberg
Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab)Vorwort
Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab)Einleitung
Handlungsleitende Grundlagen im Überblick
Grundlage: Rahmenkonzeption zur Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder in Baden-Württemberg
Grundlage: Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB)
Grundlage: ICF-CY
Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab)Eingangsphase
Erstkontakt
E R S T K O N T A K T | Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | Verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Annahme der (tel.) Anfrage der Eltern | Gesprächsnotiz zu den Kontaktdaten oder markierter Teil des Annahmebogens | Sekretariat ggf. Mitarbeiter*in, der/die AB abhört Eltern | Anrufbeantworter feste Sprechzeiten Sekretariat | |
| Tel. Erstkontakt/Rückruf Fachliche Erstklärung des Anliegens der Eltern | Annahmebogen | Eltern Team/Verbund | Konkrete Verantwortlichkeit wird im Team vereinbart | |
| Ausfüllen und ggf. ergänzen des Annahmebogens | Annahmebogen | Team/Verbund | ||
| Bei Anruf durch Kooperationspartner*innen (z.B. Kinder- garten): Annahme der Informationen von Kooperationspartnern*innen nur bei vorliegender Einwilligungserklärung gegenüber der Frühförderstelle | Annahmebogen Einwilligungserklärung Gesprächsprotokoll | Team/Verbund | Beachten: Möglicherweise (indirekter) Auftrag von den Kooperationspartnern*innen? Es besteht damit noch kein Auftrag durch die Eltern! | |
| Interne Klärung der Fachkräfte für Fallverantwortung/für Erstgespräch | Ggf. Liste der Mitarbeiter*innen | Team/Verbund | Für die Klärung könnten relevant sein: - regionaleZuordnung | |
| Terminieren des Erstgespräches und ggf. der Eingangsdiagnostik möglichst zeitnah zum Erstkontakt | Terminplaner | Team/Verbund | Zeitfenster für Erstgespräche einplanen, um lange Wartezeiten zu vermeiden | |
| Vereinbaren und Abstimmen der Rahmenbedingungen mit den Eltern (z.B. Ort, Raum, beteiligte Personen) Einholen und Bereitstellen notwendiger Unterlagen | Ggf. Einladungsschreiben | Team/Verbund Eltern | Erstgespräche können je nach Fragestellung und Familienkonstellation variieren | |
| Dokumentieren der Stammdaten zum Kind nach Einwilligung der Eltern zum Erstgespräch (ggf. auch elektronisch) | Ggf. Elektronisches-/ computergestütztes Dokumentationssystem | Team/Verbund Eltern | Beginn der Dokumentation in der Akte Datenschutz für personenbezogene Daten beachten | |
| Organisation und Raumplanung für das Erstgespräch | Organisationsplan | Team/Verbund Ggf. Sekratariat | Ggf. Absprache mit Kita; Präsenz des Kindes beim Erstgespräch gut bedenken Ggf. Durchführung durch zwei Personen bedenken (v.a. bei Anwesenheit des Kindes) |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
|---|
Eingangsphase
Erstgespräch
E R S T G E S P R Ä C H | Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Aufnahme der Anliegen, Vorstellungen und Situation der Eltern | Annahmebogen/ Gesprächsprotokoll | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern | ICF-Orientierung (Beachten von Kontextfaktoren) | |
| Einschätzung der Entwicklung, der Fähigkeiten und Schwierigkeiten des Kindes aus Sicht der Eltern | Kontaktaufbau steht im Vordergrund | |||
| Einsehen erster Unterlagen zur Entwicklung des Kindes (z.B. U-Heft, evtl. vorhandene Berichte) | Unterlagen einbeziehen, soweit Eltern sie zugänglich machen - es geht nicht um vollständige Unterlagen | |||
| Auftragsklärung (Teil 1): Fragestellungen und Ziele der Eltern aufnehmen und dokumentieren | Welches Anliegen haben die Eltern, welches die Kooperationspartner*innen? (Koop-Partner*innen können „heimliche“ Auftraggeber*innen sein.) Frühförderung ist an den Möglichkeiten und Anliegen der Familie orientiert. | |||
| Kennenlernen des Kindes Kontakt- und Beziehungsaufbau zum Kind | Annahmebogen | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern Ggf. Erzieher*in/ Bezugsperson | ||
| Rahmenbedingungen sowie mögliche Angebote und Maßnahmen der Frühförderung den Eltern vorstellen und erläutern; ggf. in schriftlicher Form übergeben | Annahmebogen Flyer | Zuständige Mitarbeiter*in Eltern | Nur die für die aktuelle Situation erforderlichen Einwilligungen einholen | |
| Einwilligung der Eltern zum Verarbeiten personenbezogener Daten einholen | Einwilligungserklärung | |||
| Auftragsklärung (Teil 2): Ziele gemeinsam abstimmen, das weitere Vorgehen vereinbaren und den Auftrag zu nächsten konkreten Schritten der Frühförderung bei den Eltern einholen | Gesprächsnotiz mit getroffenen Vereinbarung Ggf. Kopie an Eltern | Ggf. Kooperation mit Kita vorbereiten (ILEB) | ||
| Falls notwendig: Festlegen, wer die Eingangsdiagnostik durchführt bzw. wer einbezogen wird; den Eltern Ansprechperson(en) nennen | Fallverantwortung klären, wenn mehrere Personen beteiligt sind | |||
| Organisation und Raumplanung für die Erstdiagnostik vornehmen | Organisationsplan der Einrichtung | |||
| Annahmebogen/Datenblatt vervollständigen Ggf. Berichte einsehen Akte anlegen bzw. fortführen | Annahmebogen/ Datenblatt Einwilligung | Interne Klärung: - Gliederung und Inhalte der Akten - Ablage- und Aufbewahrungsort der Akten gemäß Datenschutzvorgabe |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Eingangsphase
Eingangsdiagnostik
| Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Den Eltern die Vorgehensweise der Diagnostik erläutern und erforderliche Vereinbarungen treffen | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern | Angemessene personelle, zeitliche, sächliche und räumliche Ressourcen beachten | ||
| Fortlaufender Prozess der Hypothesenbildung und -überprüfung | Vorlagen zur Verlaufsbeobachtung | |||
| Kindgerechtes Setting gestalten | Ggf. Eltern in die Gestaltung einbeziehen | |||
| Durchführen von begründeter Beobachtung und Diagnostik auf der Grundlage fachlicher und wissenschaftlicher Standards Dazu gehören u.a. (einzeln und/oder in Gruppensituationen): - strukturierte und semi-strukturierte Spiel- und Verhaltensbeobachtung - Beobachtungen in Hospitationen - Exploration der Kooperationspartner/innen - nichtstandardisierte Verfahren/Überprüfungen - standardisierte und normierte Testverfahren | Auswertung von test- und Beobachtungsverfahren Protokolle | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern Nach Absprache: Weitere Bezugspersonen | Welche Informationen sind für eine gute Pla- nung und Gestaltung von Förderung relevant? Ggf. Einverständnis der Eltern für die Durchführung IQ Test einholen | |
| Zusammenführen der Ergebnisse der Diagnostik des Kindes und seines Lebensumfeldes (ggf. Durchführen einer Fallbesprechung im multidisziplinären/interdisziplinären Team/Verbund) | Zuständige*r Mitarbeiter*in team/Verbund | ICF-Orientierung (Aktivitäten, soziale Teilhabe, Kontextfaktoren, personbezogene Faktoren) | ||
| Zusammenfassen und Beschreiben des aktuellen Entwicklungsstandes des Kindes, seiner Interessen, Ressourcen und Stärken sowie des Förderbedarfs oder bestehender Teilhabeeinschränkungen des Kindes aus Sicht der Frühförderung | Dokumentation der Ergebnisse der Diagnostik | Zuständige*r Mitarbeiter*in | Klärung der Dokumentationsform Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung des Kindes einbeziehen |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Eingangsphase
Elterngespräch nach Diagnostik
E | Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Vorstellen und Erläutern der Ergebnisse im Gespräch mit den Eltern (und ggf. der Kindertageseinrichtung/anderen Fachkräften) Zusammentragen weiterer entscheidungsrelevanter Informationen in einem Runden-Tisch-Gespräch ggf. Empfehlung von Maßnahmen/Interventionen der FF | Dokumentation der Ergebnisse der Diagnostik/ Gesprächsprotokoll | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern Nach Absprache: Weitere Bezugspersonen, ggf. Kooppartner*innen | ||
| Schriftliches Festhalten der Ergebnisse und nutzen für eine Förderplanung ; aushändigen der Dokumentation an die Eltern | Bericht Dokumentation der Förderschwerpunkte und Ziele | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern Ggf. Therapeut*innen/ Kooppartner*innen | Die Form der Dokumentation ist in der Einrichtung verbindlich vereinbart | |
| Entscheidung der Eltern bezüglich Annahme von FF-Maßnahmen und Abstimmung des weiteren Vorgehens | Protokoll Vereinbarungen schriftlich festhalten | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern | Eltern brauchen evtl. Zeit für eine Entscheidung Vereinbarung eines Zeitrahmens | |
| Ggf. weitere diagnostische Schritte empfehlen und einleiten und/oder Vermittlung und Übergabe an externe Institutionen | Protokoll Einwilligung | Zuständige*r Mitarbeiter*in Ggf. Eltern | Einwilligung erforderlich |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab)Hauptphase
Förderplanung
| Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Die Ergebnisse der Diagnostik bilden die Grundlage einer zielorientierten Förderplanung unter Berücksichtigung: - relevanter Entwicklungsbereiche (Motorik, Sprache, Wahrnehmung, Kognition, emotional-soziale Entwicklung) - der Themen, Bedürfnisse, Stärken und Schwächen des Kindes - der Anliegen der Eltern - der Bedingungen des Umfeldes - eines möglichen Transfers von Maßnahmen in den Lebensalltag des Kindes | Förderplan: Förderschwerpunkte und Ziele | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, ggf. Koop- partner*innen, Team | In der Einrichtung ist die Form der Dokumentation vereinbart. Die Förderung orientiert sich am Förderplan unter Berücksichtigung der Autonomie und der sozialen Teilhabe des Kindes. Kooperative Förderplanung (ILEB) | |
| Planen der Umsetzung und Organisation: - Zuständigkeit - Zeitplan/Terminierung - Ort - Setting - Material,Hilfsmittel,Medien - Abstimmungen/ Vereinbarungen | Gesprächsprotokoll Ergänzung der Förderschwerpunkte und Ziele (Förderplan) | Wer macht wann, was, wo, wie, mit wem, wie lange...? Kooperative (Bildungs-)Planung und individuelles Bildungsangebot (ILEB) | ||
| Gestalten einer entwicklungsanregenden Umgebung und Situation für das Kind: - in der es sich wohl und angenommen fühlt - in der es aktiv werden, explorieren und entscheiden kann - in der Erfolgserlebnisse möglich sind - in der eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität möglich ist - in der es ermutigt wird und positive Rückmeldung erhält | Protokoll zum Verlauf | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, ggf. Kooppartner*innen, Team | Bezieht sich auf unterschiedliche Orte: - zuHause - Kindertagespflege - Kindertageseinrichtung usw. unter Berücksichtigung der möglichen bzw. herstellbaren Rahmenbedingungen | |
| Kritische Reflexion und fortlaufende Anpassung der Zielsetzungen, Inhalte und Methoden in Hinblick auf die Unterstützung von Aktivität und Teilhabe des Kindes in regelmäßigen Abständen | Ergänzung/ Fortschrei- bung der Förderschwerpunkte und Ziele Gesprächsprotokoll Protokoll zum Verlauf | Reflexion kann im Rahmen von Fallbesprechungsgruppen stattfinden ILEB-Prozess beachten Klärung, wann nächste Reflexion und Abstimmung erfolgt | ||
| Kontinuierliche Beratung und Begleitung der Eltern | Gesprächsprotokoll | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, Dolmetscher*in, weitere Vertrauenspersonen, Koop-Partner*innen, Team | Berücksichtigung des Datenschutzes | |
| Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. Kinder- tageseinrichtung) planen und gestalten | ||||
| Besprechungen mit Kooperationspartner*innen in ange- messenen Abständen zum Entwicklungsverlauf des Kindes und zur Abstimmung von Förderung und Therapie | Protokoll | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, ggf. KoopPartner*innen Team | Siehe dazu Kooperation, Koordination und Vernetzung aller Hilfen | |
| Erstellen notwendiger Berichte | Bericht | Zuständige*r Mitarbeiter*in | Berichtsformen sind in der Einrichtung vereinbart |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Hauptphase
Förderung und Verlaufsdiagnostik
Förderung
| Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Durchführen der Maßnahmen, z.B.: - Hausfrühförderung - Förderung an der Beratungsstelle - Förderung in der Kindertageseinrichtung - Einzelförderung - Fördergruppen z.B.: integrative Gruppen, Eltern-Kind-Gruppen, Eltern-Kind-Gruppen mit Geschwistern | Beobachtungsbogen Verlaufsprotokoll | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern Koop-Partner*innen | Regelmäßige Prüfung, ob die gewählte Form dem Bedarf und dem Ziel noch entspricht Beschreibung der Formate in der Einrichtung | |
| Einsicht in weitere ärztliche und/oder andere Berichte nehmen und ggf. anamnestische Daten ergänzen | Anamnesebogen | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, Koop-Partner*innen, Team | ||
| Durchführen einer im Prozess der Förderung integrierten Verlaufsdiagnostik in Abstimmung mit den Eltern | Beobachtungsbogen Verlaufsprotokoll | Einbeziehen unterschiedlicher Formen der Beobachtung und Diagnostik | ||
| Fortlaufender Prozess von Hypothesenbildung und -überprüfung und Fortschreiben des Förderplans | Reflexion kann im Rahmen von Fallbesprechungsgruppen stattfinden | |||
| Anpassen der Maßnahmen z.B. Änderung des Settings | Förderplan | Zuständige*r Mitarbeiter*in | ||
| Vorstellen und besprechen der Ergebnisse mit den Eltern und entscheidungsrelevante Informationen geben | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Hauptphase
Beratung und Begleitung
Beratung und Begleitung | Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Kontinuierliche Beratung und Begleitung der Eltern während des gesamten Prozesses: Formen - informeller Austausch - Beratungsgespräche - Frühförderung mit Kind und Eltern - Elterngruppen/-kurse Inhalte - Lebenssituation, Befinden und Anliegen der Eltern thematisieren - Eltern-KindInteraktion unterstützen - Erziehungskompetenz stärken - Über Selbsthilfeangebote informieren - entwicklungsrelevante Anregungen geben - familienentlastende Maßnahmen thematisieren | Gesprächsprotokoll Gesprächsnotiz | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, Dolmetscher*in weitere Vertrauenspersonen, Koop-Partner*innen, Team | Berücksichtigen soziokultureller Besonderheiten Eltern als Experten für ihr Kind anerkennen Information und Hinweise auf sozialrechtliche Aspekte, ggf. Vermittlung an fachkompetente Personen und Einrichtungen | |
| Ggf. weitere Untersuchungen und diagnostische Schritte anregen | Ggf. den Eltern vorhandene Unterlagen für weitere diagnostische Maßnahmen zur Verfügung stellen | |||
| Informieren und beraten zum Übergang in: - Krippe, Kindertagespflege oder Kindertageseinrichtung - Schulkindergarten - Schule | Ergebnisoffene Beratung und Anliegen der Eltern beachten | |||
| Auf Wunsch der Eltern: Unterstützung/Mitwirkung bei der Antragstellung auf Klärung eines Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot | Antrag auf Prüfung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen, Dolmetscher*in weitere Vertrauenspersonen, Koop-Partner*innen, Team | siehe Fremdes Angebot: Verordnung über Sonderpädagogische Bildungsangebote (öffnet in neuem Tab) (SBA-VO) [/www.landesrecht-bw.de] | |
| Auf Wunsch der Eltern Vermittlung und Übergabe an andere Institutionen | Zuständige*r Mitarbeiter*in | |||
| Auch digitale Medien können für Gespräche, Begegnungen und Angebote mit Eltern, Kindern und Kooperations*partnerinnen genutzt werden (Videogespräche, Frühförderung online, Runde Tische online...). |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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Fremdes Angebot: (öffnet in neuem Tab)Abschlussphase
Abschluss der Frühförderung
| Arbeitsschritte und Handlungen | Dokumentation | verantwortlich mitwirkend | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Rechtzeitiges Reflektieren und Thematisieren der Abschlussphase mit den Eltern Mögliche Gründe: - Ziel der FF erreicht - Umzug der Familie - Beendigung durch Mitarbeiter*in der FF - Beendigung auf Wunsch der Eltern - Übergang in Schulkindergarten, Schule, andere Institution | Protokolle (Abschluss-) bericht | Zuständige*r Mitarbeiter*in Eltern ggf. Bezugspersonen Koop-Partner*innen Team | Form des(Abschluss-)berichts ist in der Einrichtung vereinbart | |
| Bei Abschluss aufgrund des Übergangs in einen Schulkindergarten auf Wunsch der Eltern - Vermittlung und Begleitung des Übergangs | (Abschluss-) bericht | (Abschluss-)bericht kann auf Wunsch der Eltern Grundlage für die Stellungnahme zum Bedarf auf einen Platz im Schulkindergarten sein Entsprechende Formulare zum Datenschutz | ||
| Bei Abschluss aufgrund des Übergangs in eine Schule auf Wunsch der Eltern: - Vermittlung und Begleitung des Übergangs - Mitwirken beider Antragstellung auf Klärung eines Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot | (Abschluss-) bericht | (Abschluss-)bericht kann auf Wunsch der Eltern den pädagogischen Bericht der Grundschule ergänzen bzw. an seine Stelle treten (siehe SBA- VO) Entsprechende Formulare zum Datenschutz | ||
| Durchführen eines Abschlussgesprächs mit den Eltern: - Reflexion des Förderprozesses - Würdigung aller am Förderprozess Beteiligten - Austausch über mögliche weitere Schritte - Auf Wunsch der Eltern Aushändigung der Akte | (Abschluss-) bericht Akte ggf. Rückmeldebogen | Sichtung der Akte Feedback bzgl. der Zufriedenheit von Eltern, Kindern und ggf. Kooperationspartner* innen und Mitarbeiter*innen ermöglichen | ||
| Gestalten des Abschlusses für das Kind | Zuständige*r Mitarbeiter*in ggf. Eltern, ggf. Bezugspersonen | |||
| Mit Einverständnis der Eltern bisherige Kooperationspartner*innen über die Beendigung der Maßnahme informieren | Zuständige*r Mitarbeiter*in Koop-Partner*innen | Entsprechende Formulare zum Datenschutz | ||
| Vernichten der nicht an die Eltern übergebenen Unterlagen und Akten | Akte | Zuständige*r Mitarbeiter*in | Auf Löschung der elektronisch gespeicherten Daten achten | |
| Speichern der anonymisierten Daten, die für die amtliche Schulstatistik bzw. Refinanzierung bei privaten SBBZ erforderlich sind | Leitung Zuständige*r Mitarbeiter*in |
| Erstkontakt | Erstgespräch | Eingangs-diagnostik | Elterngespräch nach Diagnostik | Förderplanung | Förderung und Verlaufs -diagnostik | Beratung und Begleitung | Abschluss |
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