Historische Sprachentwicklung

Die indoeuropäische Sprachfamilie

Man nimmt an, dass die europäischen Sprachen auf eine indoeuropäische Sprache (auch indogermanische Sprache) zurückgehen, die vor ca. 5000 Jahren gesprochen wurde. Daraus haben sich viele Sprachfamilien entwickelt, unter anderem auch die romanischen Sprachen, die slawischen Sprachen und die germanischen Sprachen, zu denen auch Deutsch zählt.

Moderne indoeuropäische Sprachen umfassen alle europäischen Sprachen außer Ungarisch, Finnisch, Estnisch und Baskisch sowie viele west- und südasiatische Sprachen (Armenisch, Persisch, Paschtu, Urdu, Hindi u.v.m.).

Die germanische Sprachfamilie

Die germanischen Sprachen sind ein Zweig der indoeuropäischen Sprache. Sie umfassen heute 15 Sprachen mit insgesamt rund 500 Millionen Sprechern. Man teilt sie in ostgermanische (heute ausgestorben), nordgermanische und westgermanische Sprachen ein.

Die deutsche Sprache

Grafik Sprachentwicklung

Betrachtet man den geschichtlichen Ablauf der Entwicklung der deutschen Sprache, stellt man fest, dass sie immer wieder Wandlungsprozessen unterworfen war, zum Beispiel den sogenannten Lautverschiebungen. Darunter versteht man eine nach bestimmten Gesetzen erfolgte Veränderung der Konsonanten im Laufe der Sprachgeschichte. Als deutsche oder zweite Lautverschiebung wird ein regelhafter Lautwandel im Bereich des Konsonantismus verstanden (Beispiel: b zu p, d zu t), durch den sich die nachmaligen hochdeutschen Dialekte von den übrigen altgermanischen Varietäten fortentwickelten.

  • Übersicht über die Entwicklung der deutschen Hochsprache als pdf. / odt. / docx.
  • die Normierung der deutschen Orthographie (Rechtschreibung) als pdf. / odt. / docx.

Aufgabenstellung für die Kursstufe (Abituraufgabenpool des IQB)