Der Bündelungsansatz – am Beispiel des Politikbereichs der Beschäftigungspolitik
Vorbemerkung: Aktualität ist flüchtig ...
Die Materialien im Beispiel zur Beschäftigungspolitik können und sollten daher laufend aktualisiert werden.
Insofern haben sie Demonstrations- und Platzhalterfunktion.
Sie demonstrieren einen Ansatz (Bündelung) – sie konkurrieren nicht mit dem Schulbuch.
Bündelungsentwurf für die Themenbereiche 2.1 (Markt und Staat) und 2.2 (Aufgaben der Stabilisierungspolitik)
Ziele – Aufgaben – Materialien: der Kern der Unterrichtskonzeption
- Die Leitfragen sind durch Aufgaben vorschläge erschlossen, denen Ziele bzw. Kompetenzen (Performanzbeschreibungen) und Materialien aus dem Skript zugeordnet sind.
Die Aufgaben und Ziele verstehen sich als
Auswahlangebot zur Konzipierung von AA bzw. LV in einem Lehrgang (abhängig vom Zeitbudget und der Lernstandsdiagnose);
Erwartungshoriziont für einen AA oder ein Projekt, in dem die SuS sich selbst ihre Aufgaben stellen.
Demonstration ausgewählter Schwerpunkte (Aufgaben)
Schritt 1: Was ist? Aktuelle Entwicklungstrends
Schritt 1: Was ist? Perspektivwechsel
Schritt 1: Was ist? Analyse des Arbeitsmarkts
Schritt 2: Möglichkeitserörterung: Der Handlungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft
Schritt 2: Möglichkeitserörterung: Nationalstaat oder EU? Angebotspolitik oder Keynes?
Schritt 3: Entscheidung: Was soll geschehen in der EU? (Wachstum durch – oder statt Sparen?)
Schritt 1: Was ist? Herausarbeiten von Entwicklungstrends (alle Politikbereiche)
Einstieg: aktuelle wirtschaftliche Situation Präkonzepte der SuS: Hypothesen – Wertungen
Überprüfung: „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ (BMWi, Monatsbericht)
M 1a, M 2a/b; alternativ M 1b
„Schlaglichter“ – Trendanalyse
Aufgabe: Vergleichen Sie die Aussagen des BMWi in den „Schlaglichtern“ und stellen Sie den Trend, der sich daraus ergibt, in Stichworten und grafisch dar:
Erwartete Lösung
Schritt 1: Was ist? Die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit
Perspektivwechsel; M 3a – 4, S. 17 ff. )
Das Schicksal arbeitslos zu sein: Arbeitslosigkeit ist demütigend (M 3a); Arbeitslosigkeit macht krank (M 3b, 3c);
Arbeitslosigkeit verursacht hohe Kosten für die Allgemeinheit (M 4);
Arbeitslosigkeit bleibt das Kardinalproblem der Wirtschaftspolitik – sowohl aus wert- als auch aus zweckrationaler Perspektive (Politikdidaktik 1994: 81 ff.).
Schritt 1: Was ist? Analyse von Bestands- und Stromgrößen des Arbeitsmarkts
Quelle: Schaubild des Arbeitsmarkts in: Gerhard Willke, Wirtschaftspolitik M 28, S. 64. Berlin 2003.
(M 5 – 8)
Schritt 2: Möglichkeitserörterung:
Worin bestehen die Aufgaben und die Handlungsschranken des Staates in der Sozialen Marktwirtschaft?
(M 9 – 12, S. 23 – 25)
M 10: Die Zugangsseite der Arbeitslosigkeit (S. 24)
Quelle: Erich Liebermann Karikatur: „Wir sparen ein ...“; Frankfurter Rundschau, 28.09.1984
Umriss des Handlungsrahmens der Sozialen Marktwirtschaft
Auf Eucken beruft sich auch Florian Zinsmeister in: „Schlaglichter“ 11/2012, S. 13 – 20.
M 10, S. 23
Der Entscheidungsbaum zur Prozesspolitik (Schritt 2 / 3)
Entscheidungsfragen – einige Beispiele
Kann die Bundesregierung die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen? (M 13, S. 26)
Soll der Staat keynesianische (antizyklische) Konjunkturpolitik betreiben? (M 14, S. 27 f.)
Soll der Staat Angebotspolitik zur Bekämpfung der systemischen Arbeitslosigkeit betreiben? (M 14)
(M 13 – 19, S. 26 – 32)
Schritt 3: Entscheidung: Was soll geschehen in der EU?
SuS: „individuelle und kollektive Entscheidung“ (Petrik)
Konfrontation mit der Position der Bundesregierung (M 16 a, b) sowie eines Kritikers (Bofinger, M 16 c, d)
Politische Urteilsbildung (Bekräftigung oder Revision der urspünglichen Entscheidung)
(M 20 – 23, S. 33 – 35)
Die Kontroverse um die angemessene Wirtschaftspolitik
Merkel (M 16a): Wachstum durch Sparen in der Eurozone
BMWi (M 16b): Vorrang für Ordnungspolitik, Verzicht auf kurzfristige Prozesspolitik
Bofinger: Vorrang für Wachstum und Beschäftigung (M 16c); Sparen wirkt prozyklisch, d.h. rezessionsverschärfend (M 16d).
Konsens: Wirtschaftspolitik ist eine europäische Aufgabe.
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