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EigenschaftBeispiel anhand Strahlenmodell des Lichts
Ein Modell vereinfacht oder idealisiert das Phänomen.
Das Phänomen wird auf Aspekte reduziert, die für den Verwendungszweck relevant sind.
Im Strahlenmodell geht man davon aus, dass es beliebig dünne Lichtbündel gibt. Dies ist selbst bei Laserlicht nicht realisierbar. Ein mathematischer Strahl ist stationär, während Licht sich ausbreitet.
Ein Modell beruht auf Vorstellungen und Gesetzen mit deren Hilfe das Phänomen erklärbar und verstehbar wird.Lichtstrahlen sind im Modell beliebig dünn und verlaufen im leeren Raum geradlinig. Damit lässt sich erklären, dass Schatten scharf berandet sind.
Lichtstrahlen befolgen das Brechungsgesetz. Damit lässt sich z.B. die scheinbare Hebung eines Gegenstands im Wasser erklären.
Ein Modell ermöglicht Prognosen. Es kann den Ablauf eines realen Vorgangs voraussagen.Mit dem Lichtstrahlmodell kann man z.B. auf Grund geometrischer Überlegungen die Phasen des Mondes voraussagen.
Ein Modell hat seine Grenzen. Diese zeigen sich z.B. im Vergleich der Prognosen mit den experimentellen Befunden.Im Lichtstrahlmodell kann ein Strahl beliebig dünn sein. Dies steht im Widerspruch zu experimentellen Beobachtungen.
Dieser Aspekt lässt sich also nicht auf das Phänomen übertragen und umgekehrt wird die Beugung von Licht vom Modell nicht erfasst.
Das Erkennen der Grenzen eines Modells regt zur Suche nach verbesserten Modellen an. So wird Erkenntnisfortschritt möglich.Das Wellenmodell des Lichts ist ein erweitertes Modell. Mit ihm können sowohl die geradlinige Ausbreitung als auch Beugungsphänomene erklärt werden.
Ein Modell ist umso bedeutungsvoller, auf je mehr Phänomene es anwendbar und je einfacher es ist.Das Quantenmodell des Lichts ist noch umfassender. Allerdings zwingt es zu ungewohnten Vorstellungen.

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