Diagnosebögen mit Förder- und Hilfsangeboten
1. Beschreibung der Diagnosetechnik
Schülerinnen und Schüler sollen ihre Verantwortung für den eigenen Lernprozess erkennen und wahrnehmen. Sie erhalten mit den Fragebögen die Möglichkeit, den Stand ihres persönlichen Kompetenzerwerbs einzuschätzen und anhand von bereitgestellten Aufgaben zu ermitteln
2. Gestufte Hilfen und Fördermaßnahmen
Das Schließen der entdeckten Lücken sollte der Lerner möglichst ebenfalls selbstständig vornehmen. Verschiedene Maßnahmen, die der Lehrer vorbereitet hat, kann der Schüler beim Bearbeiten der Aufgabe nach seinem persönlichen Bedarf in Anspruch nehmen.
Sicherheit beim selbstständigen Arbeiten geben beispielsweise
- Hilfekärtchen des Lehrers
- Zusammenarbeit mit einem Mitschüler nach Wahl
- Vergleiche mit den Lösungsvorschlägen, die er nach Anfertigen einer Lösung beim Lehrer erhält.
Zum Schluss sollte der Selbsteinschätzungsbogen noch einmal durchgegangen werden. Kreuzt man nun mit einer anderen Farbe die Kästchen an, wird der (hoffentlich) eingetretene Kompetenzzuwachs sichtbar. So übernimmt jeder Schüler individuell Verantwortung für seinen Kompetenzzuwachs.
3. Einsatzmöglichkeiten
Die Erstellung der Informationen und Aufgaben, sowie der Kontrolle der angefertigten Lösungen erfordern einen größeren Zeitaufwand. Diese Maßnahme ist daher im Normalfall nur für zentrale Schlüsselstellen des Unterrichts, also in der Regel nach Abschluss einer Unterrichtseinheit, einsetzbar.
4. Zeitbedarf
Mehr als eine Unterrichtsstunde. Da die Schüler selbstständig oder mit einem Partner arbeiten, ist der Einsatz auch als Hausaufgabe möglich. Während der Unterrichtszeit hat die Lehrkraft die Gelegenheit, Schüler gezielt zu beobachten oder individuell Hilfestellungen zu geben.
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