Gestaltungsaufgabe I
Propheten
Ich sitze auf der Empore der Kirche. Es ist kurz vor Weihnachten. Meine Schulgemeinschaft feiert den Weihnachtsgottesdienst. Er war die ganzen letzten Jahre ein ergreifendes Ereignis: Ganz viele Mitschüler und Mitschülerinnen waren beteiligt gewesen. Der Chor hatte altbekannte Weihnachtslieder gesungen und die Fünfer aufgeregt ein paar Weihnachtsgedichte vorgetragen.
Im vergangenen Jahr hatte ich den Gottesdienst ganz beseelt verlassen, denn endlich war echte Weihnachtsstimmung in meinem Herzen eingekehrt. Das Gefühl kommt gerade wieder in mir auf und ich freue mich darüber. Auch in diesem Jahr geht es vielversprechend los. Der Weihnachtsgottesdienst beginnt mit dem Chor, der à capella „Macht hoch die Tür“ spielt. Mein Religionslehrer spricht ein paar Worte zum Sinn von Weihnachten. Alles ist wunderbar friedlich. Dann treten die Blechbläser mit „Oh du fröhliche“ auf. Anschließend singt die Schulgemeinde „Es ist ein Ros entsprungen“. Jetzt sollen gerade die Fünfer anfangen. Alles wartet gespannt. Ein Glöckchen klingelt. Die aufgeregten Fünfer betreten in Engelskostümen den Altarraum.
Doch mit einem Male ist alles ganz anders. Ein Mann steht auf und geht im Mittelgang der Kirche nach vorne. Er steigt die Stufen zum Altar nach oben. Selbst ohne Mikrophon ist seine Stimme in jedem Winkel der Kirche zu hören. Er ruft: „Ihr Scheinheiligen, ihr Otternbrut, ihr Natterngezücht. Wie könnt ihr Gottesdienst feiern, wenn in der Welt Ungerechtigkeit herrscht. ...“
Aufgaben:
Lösungshinweise
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