Chlorreinigerunfall
Ziele der Aufgabenstellung und Hinweise zum Einsatz im Unterricht
Die Schüler sollen möglichst eigenständig anhand der Informationen auf der Folie bzw. am Realobjekt (Putzmittelflaschen) herausfinden, welche Inhaltsstoffe zu dem im Infotext beschriebenen Unfall geführt haben könnten und dann anschließend ein Experiment planen und durchführen, anhand dessen der im Zeitungsartikel geschilderte Unfall im Becherglas simuliert wird.
Im Vorfeld haben die Schüler das Aufstellen von Redoxgleichungen kennen gelernt und schon an verschiedenen Beispielen geübt. Hilfreich ist auch, wenn die Sonderfälle der Sym- und Disproportionierung den Schülern schon bekannt sind. Für die Erklärung der ätzenden Wirkung sollte die Protolyse von Chlorwasserstoff bekannt sein. Mit der hier gestellten Aufgabe sollen die Schüler anhand des Alltagsbezugs und der Nähe zur ihrer Lebenswelt erkennen, dass man auch im Haushalt auf Redoxvorgänge stößt, deren Kenntnis sogar Unfälle vermeiden hilft. Der Weg zu dieser Erkenntnis soll von den Schülern in Form eines Protokolls, das alle Stufen des Erkenntnisgewinnungsprozesses enthält, dargestellt werden.
Das Experiment kann auch mit der ganzen Klasse durchgeführt werden, wobei darauf zu achten ist, dass das Becherglas nach Vermischen der beiden Reiniger schnell mit dem getränkten Filterpapier abgedeckt wird und dauerhaft abgedeckt bleibt. Nach erfolgreicher Nachweisreaktion sollte die Lehrkraft alle Bechergläser einsammeln und unter einen Abzug stellen. Zeitbedarf mit Ergebnisprotokoll etwa 45 Minuten.
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