Wirtschaft live
Die ersten 100 Tage im Wirtschaft-live-Projekt
Erfahrungen mit Schülerinnen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule – Wirtschaft
An den Berufsbildenden Schulen I in Emden werden seit 1995/96 in Klassen der Berufsfachschule Wirtschaft so genannte Wirtschaft-Live-Projekte durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler planen ein Wirtschaft-live-Projekt oder ordnen sich zu Schuljahresbeginn einem vorgeschlagenen Projekt zu.
Anmerkung der Redaktion:
Einen ähnlichen Gedanken verfolgen die Juniorenfirmen .
Bei der beschriebenen Klasse handelt es sich um eine 2-jährige Berufsfachschule – Wirtschaft. Das Projekt wird mit fünf Wochenstunden im Fach Wirtschaftspraxis durchgeführt. Im Laufe der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass Sozial- und Methodenkompetenz für den Erwerb von Fachkompetenz erforderlich ist. Diese Erkenntnis findet zu Projektbeginn besondere Beachtung.
Projektbeginn: 1. Woche
Einschulung von 21 Schülerinnen und Schülern mit Hauptschulabschluss. Auffällig in den Zeugnissen der abgebenden Schulen sind vielfache Hinweise auf hohe Fehlzeiten sowie häufige negative Beurteilungen im Arbeits- und Sozialverhalten.
Im Zentrum der ersten zwei Schultage steht eine Zukunftswerkstatt mit dem Thema: "Schule/Unterricht im neuen Schuljahr". Jeder Teilnehmer nennt in der Kritikphase Punkte, die ihm am bisherigen Unterricht nicht gefallen haben. Die genannten Punkte zeigen eine erschreckende Vielzahl an Negativerlebnissen sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerverhalten bezogen.
Auszug aus den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt:
Hier Näheres zur Methode Zukunftswerkstatt
Dem Wunsch nach größerer Eigenverantwortung wird durch die
Übernahme eines Verkaufsshops entsprochen.
Die Schüler erkennen, dass im Wirtschaft-live-Projekt eine dem kaufmännischen Beruf angepasste Sprache erforderlich und ein entsprechendes Vokabular anzueignen ist. Sie vereinbaren, sich bei „unangebrachter“ Sprache gegenseitig zu korrigieren. Im Fach Deutsch werden parallel dazu Grundlagen der Kommunikation erarbeitet.