AB Lösung
Eine Reise durch die Zeit
Epoche | Gedicht | Zugang | Reisemotive |
|---|---|---|---|
Sturm und Drang | Goethe „Auf dem See“ (1789) | > Aufbruch in die Natur | |
Klassik | Goethe „Kennst du das Land? wo die Zitronen blühn“ (1783) | > unterwegs sein > Barriere („Berg“, „Wolkensteg“), bedrohliche Natur („stürzt der Fels über in die Flut“), mythische Wesen („Drachen alte Brut“) | |
Romantik | Joseph von Eichendorff „Sehnsucht“ (1834) | > Sehnsucht nach der Natur und Ferne | |
Biedermeier | Eduard Mörike „Auf der Reise“ (1831) | > Einsamkeit, Sehnsucht („sitz ich allein“) | |
Vormärz | Heinrich Heine „Lebensgruß“ | > Leben Reise, welche vergänglich ist | |
Realismus | Theodor Fontane „Guter Rat“ (ca. 1850) | > Aufbruch; Verwendung des Imperativs („Da nimm den Wanderstab“) > Heimat („Vaterhaus“) > Geborgenheit, Gott als Beschützer („wie Gottes Treue, mit seinem Dach dich ein“) > Überhöhung der Wirklichkeit („über die Lerchen schwinget, die Seele sich hinaus“) > Ordnung, Regelmäßigkeit (vgl. Reimschema) | |
Expressionismus | Alfred Wolfenstein „Verdammte Jugend“ | > Aufbruch in den Krieg > Gewalttätigkeit („Steine ziehn“, „Gehackt vom Schlag“, „Glut“) > Entmenschlichung („Antlitze wie Tiere fremd“) > Leblosigkeit, Kühle, Leere („Augen wie in Eis geklemmt“, „Augen, die nur sich besehn“) > Straße als Mittel um die ‚Kriegsreise’ antreten zu können |