Experimente planen
Bildungsplan
Spezifisches Methodenrepertoire der Physik
Versuchsvarianten
Die Planung eines Experiments ist ein komplexer Prozess. Dazu gehört die Planung der zu verwendenden Geräte, des Versuchsaufbaus, der Durchführung, des Messwerteprotokolls und evtl. auch schon der Auswertung und grafischen Darstellung.
Es lassen sich drei Arten von Versuchen unterscheiden, die ein unterschiedliches Vorgehen zur Folge haben:
- Experimente, die eine bekannte oder deduktiv abgeleitete Gesetzmäßigkeit überprüfen
- Experimente, die induktiv zu einer noch unbekannte Gesetzmäßigkeit führen
- Experimente, die eine bekannte Gesetzmäßigkeit anwenden
Sachanalyse - Teilkompetenzen
Die komplexe Kompetenz „Planung eines Experiments“ lässt sich je nach Art des Experiments in einzelne Teilkompetenzen aufschlüsseln.
Ausgangspunkt ist eine möglichst offene Fragestellung.
Experimente des Typs (A) sind die leichtesten, da hier von Vornherein klar ist, welche Gesetzmäßigkeit untersucht werden soll, gefolgt von (C) und (B). Der Schwierigkeitsgrad von (C) und (B) hängt davon ab, wie offen die Fragestellung gewählt wird. Steht bei (C) nur eine Gesetzmäßigkeit zur Verfügung, ist sie leichter, als wenn unter mehreren Möglichkeiten ausgewählt werden kann. Die Fragestellung zu (B) und (C) sollte man zunehmend offener formulieren. Aus ihr muss eine experimentell untersuchbare Aufgabenstellung formuliert werden.
Um die Kompetenz allmählich zu festigen und zu verbessern, wird man den Schwierigkeitsgrad über die Schuljahre hinweg allmählich erhöhen.
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