Politische Teihabe und Demokratie
Gemeinschaftskunde Kursstufe 4-stündig
Schwerpunktthema politische Institutionen und Prozesse
3.1 Politische Teilhabe und Demokratie
Sarenien
Sarenien hält den Atem an. König Siebel II., einer der letzten absolutistischen Herrscher dieser Erde, hat abgedankt. Mehr als fünf Jahrzehnte herrschte Siebel II. in dem kleinen, kaum bekannten Land am Rande Europas mit absoluter Macht, führte die Regierungsgeschäfte, erließ die Gesetze und war zugleich oberster Richter.
Vor siebenundfünfzig Jahren, als der damals junge Regent sich im Dom zu Sarenienburg mit den Worten „Sarenien bin ich“ die Herrscherkrone aufsetzte, jubelten die Menschen auf den Straßen ihrem neuen König hoffnungsvoll zu, man glaubte sich auf dem Weg in eine verheißungsvolle Zukunft. Nun, am Tage seiner Abdankung, richten sich die Hoffnungen wieder auf einen jungen Mann, auf Siebels Sohn Albert. Dieser hat vor wenigen Momenten einen ungeheuerlichen, die Monarchie in Frage stellenden Satz ausgesprochen: „Sarenien sind wir!“
Sarenien wird, wenn denn seine Existenz in Europa überhaupt wahrgenommen wird, allgemeinhin als Zwergstaat bezeichnet. Auf einer Fläche von 683 km² leben knapp 1.000.000 Einwohner, mehr als 20 Prozent davon in der Hauptstadt des Landes, Sarenienburg. Das am äußeren Rande Europas gelegene Land wird im Süden durch die sarische See und im Norden durch das mächtige Kuppa-Gebirge begrenzt. Wenn Einheimische sagen, Sarenien liege zwar in Europa, gleichzeitig aber „am Rande der Welt“, dann spielen sie auf die jahrzehntelange Abschottung des Landes unter der Herrschaft Königs Siebels II. an. Spötter meinen, nicht wenige Sarenier glaubten wirklich, am Rande der Welt zu leben, und würden nicht reisen, weil sie Angst hätten, vom Rande der Weltscheibe ins Nichts zu stürzen…
Die Bevölkerung gliedert sich in verschiedene Stämme, 60% der Gesamtbevölkerung sind Aylaner, ca. 15 % sind Biebilier, ca. 15% sind Wawerner, der Rest Kanzenen und Niederleuen. Während in der Hauptstadt vorwiegend Aylaner leben, wohnen in der Meeresregion fast ausschließlich Biebilier. Die Autonomiebestrebungen der Biebilier wusste Siebel II., selbst aylanischer Herkunft, mit Verweis auf den für Sarenien wichtigen Meereszugang und die Bedeutung der in der Region ansässigen Fischindustrie und manchmal auch mit Verweis auf die Möglichkeiten seiner gefürchteten Geheimpolizei, erfolgreich zu bekämpfen. Der Schwerpunkt der industriellen Produktion liegt in Hauptstadtnähe im Nordwesten des Landes, der vor allem von Wawernern und Aylanern bewohnt wird. In dieser Region befinden sich auch die wichtigen Rohstoffvorkommen des Landes.
Lange Zeit war in Sarenien unter der Herrschaft Siebels II. eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu erkennen, die ursprüngliche sarenische Agrargesellschaft entwickelte sich zu einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Das bemerkten die einzelnen Sarenier auch, aber nicht nur im Portemonnaie: Das Bruttoinlandsprodukt/pro Kopf stieg zwischen1955 und 2005 durchschnittlich um 5 %, die Analphabetenquote sank in bemerkenswerter Weise von 57% auf 6,2%.
Die Anhänger des Königs wurden lange Zeit nicht müde, laut die Verdienste Siebels II. in den Straßen der Dörfer und Städte zu preisen.
Einige Probleme Sareniens aber wirkten sich zunehmend so aus, dass auch die Monarchisten nicht umhin konnten, diese wahrzunehmen. Nicht nur, dass der Anteil der Land- und Forstwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt bis in diese Tage noch vergleichsweise groß ist (18,6%).
Eine Fülle wirtschaftlicher Schwierigkeiten verdichtete sich in einer seit 2006 jährlich ansteigenden Arbeitslosenquote, einem negativem Wirtschaftswachstum und einer rasant zunehmenden Staatsverschuldung. „Hilft jeder dem Nachbarn, so ist geholfen jedem Haus“ lautet ein altes sarenisches Sprichwort, das seit jeher viele Einwohner des Landes sich zu Herzen nehmen - aber auch dieses Engagement konnte bald die Not einiger nicht mehr lindern.
Das Land stagniere wirtschaftlich und politisch, während der König in Saus und Braus lebe, erzählte man sich zunächst hinter vorgehaltener Hand und dann, mit dem Einzug des Internets auch in Sarenien, zunehmend in Blogs und sozialen Netzwerken. Und die Unzufriedenen reagierten: Einige Sarenier, unter ihnen viele jüngere, wandten sich enttäuscht und voller Zweifel an der Zukunftsfähigkeit ihres Landes ab und versuchten, das Kuppa-Gebirge zu überwinden und damit Sarenien in Richtung Europa zu verlassen. Dann protestierten einzelne Sarenier offen, andere schlossen sich an, so viele, dass es in den Straßen der Hauptstadt zu nie dagewesenen Szenen kam: dort die Anhänger des Königs, die lauter als je zuvor Siebel II. und seine Verdienste priesen, dort Protestierende, in ihrer Zahl die Königsanhänger bald um ein Vielfaches überschreitend, die ein demokratisches System, eine umfassende gesellschaftliche Öffnung und eine wirtschaftliche Modernisierung forderten.
Der Protest erfasste ganz Sarenien. Die Nachrichten und die mit ihnen einher gehenden Diskussionen verbreiteten sich über soziale Netzwerke und Blogs in Windeseile, politisch besonders engagierte Bürger starteten gezielt Kampagnen oder gründeten Foren. Und da durch eine relativ große Zahl an Internetnutzern die Neuigkeiten auch in die letzten Winkel Sareniens getragen wurden, begann auch die königliche Fernseh- und Rundfunkanstalt darüber zu berichten. Dass sich dann ausgerechnet die einzige große Zeitung des Landes in „Sarenischer Volksfreund“ umbenannte und in großem Umfang kritische Leserbriefe zuließ, machte ein ganzes Volk zu Debattanten.
Viele, besonders die Jungen, betonten die Forderung nach Bürgerrechten ebenso wie die Notwendigkeit eines einzuleitenden Strukturwandels und die einer modernen Energie- und Umweltpolitik. Sie wurden nicht müde, die auch durch die großen Ausgaben des sarenischen Hofes bedingte Verschuldung ihres Landes als großes Problem anzuprangern. Dass diese Verschuldung die Bekämpfung der ansteigenden Arbeitslosigkeit und notwendige Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Sozialversicherungen erschwere, darüber herrschte bei Jung und Alt Einigkeit, nicht aber in der Frage, wie es zu lösen sei. Viele der älteren Sarenier zeigten große Sympathie für einen starken Staat und eine Ordnung durch eher traditionelle Instanzen. Und einigen der Biebilier wiederum war diese Dabatte herzlich egal: Längst forderten sie ihren eigenen Staat, das unabhängige Biebilanien.
Und nun hält ganz Sarenien den Atem an. Aylaner und Biebilier, Männer und Frauen, Alt und Jung, Traditionalisten und Modernisierer, Royalisten und Demokraten blicken voller Hoffnung auf Albert. Alle hören in diesen Momenten wie der Mann, von dem sie einst noch annahmen, er werde die Nachfolge seines Vaters antreten, die ungeheuerlichen Worte spricht: „Sarenien sind wir!“ Atemlos verfolgen sie die weiteren Ausführungen des jungen Hoffnungsträgers: „Meine lieben Landsleute. Heute ist ein Tag der Trauer, mein Vater, unser König, ist nicht mehr in der Lage, unsere Geschicke zu leiten. Heute soll der Tradition folgend auch der Tag meiner Krönung sein. Dieser Tag ist heute nicht. Ich bin fest entschlossen, die Macht in die Hände des sarenischen Volkes zu legen. Gemeinsam werden wir in einem demokratischen Sarenien die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft meistern. Sarenien sind wir!“
Noch am gleichen Tag verkündet der Sarenische Volksfreund, dass Bürgerinnen und Bürger gebeten werden, an der neuen Verfassung des Landes mitzuwirken. Zudem werden alle Einwohner darüber informiert, dass Albert in Deutschland, wo er studierte, nach Experten nachgefragt hat, die den verfassungsgebenden Rat in allen wichtigen Fragen unterstützen sollen. Kann die deutsche Demokratie ein Vorbild für Sarenien sein? Die Teilhaberechte der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, das Modell der repräsentativen Demokratie, die deutsche Medien- und natürlich die Parteienlandschaft der Bundesrepublik, auch das Wahlsystems Deutschlands - Vorbild für Sarenien?
Der verfassungsgebende Rat wird mit den Experten diese Themen aufgreifen und die folgenden Fragen beantworten, so dass in Bälde Sareniens erste demokratische Verfassung in Kraft treten kann:
Welche Einflussmöglichkeiten sollen die Bürgerinnen und Bürger eines demokratischen Sareniens haben? Wie soll das Demokratiesystem Sareniens ausgestaltet sein und auf welchem Demokratiemodell soll es primär aufbauen? Welche Bedeutung sollen die Medien in Sarenien haben? Welche Bedeutung sollen die Parteien in Sarenien haben? Welches Wahlsystem braucht Sarenien?
Sarenien blickt nun nicht mehr auf Albert allein. Sarenien blickt erstmals voller Hoffnung auf die Bürgerinnen und Bürger, die sich jetzt in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen, ganz Sarenien blickt voller Hoffnung auf den verfassungsgebenden Rat und die beratenden Experten...
„Wir sind Sarenien!“
ein Simulationsspiel
Zielsetzung
Im Bereich der Bildungsstandards „3.1 Politische Teilhabe und Demokratie“ lautet die Grundfrage, wie wir zusammenleben und Entscheidungen treffen sollen/ wollen. Um diese Frage fundiert zu beantworten, müssen in den Bereichen
- Angebot von Partizipationsmöglichkeiten,
- zugrundeliegendes Demokratiemodell und Ausgestaltung des Demokratiesystems,
- Bedeutung von Medien,
- Bedeutung von Parteien und
- Ausgestaltung des Wahlrechts und -systems Untersuchungen angestellt und Urteile gefällt werden (vgl. unser Bündelungsvorschlag).
Lerngegenstände des Politikunterrichts haben, Wolfgang Sander folgend*, drei Schichten: eine „Oberfläche“, die alltägliche Politikwahrnehmung, eine darunter liegende „mittlere Zone“, deren Freilegung die mittel- und längerfristigen politischen Problemlagen erkennen lässt, und den wiederum darunter befindlichen „Kern“, der politische Grundfragen beinhaltet. Sander spricht in diesem Zusammenhang von „Politik als dauernde[r] menschliche[r] Aufgabe“.
Der folgende Vorschlag versucht durch die Gestaltung einer fiktiven Situation zur Auseinandersetzung mit diesen politischen Grundfragen, dem „Kern“, aufzufordern.
Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler insbesondere Gelegenheit erhalten, ihre Urteilskompetenz zu schulen. Simulatives Handeln soll einen handlungsorientierten Politikunterricht ermöglichen, in dem Handlungskompetenz erworben und insgesamt Demokratie erlebbar wird.
Möglicher Unterrichtsverlauf
Insgesamt scheinen drei Arten der Unterrichtsgestaltung möglich:
Erstens kann die Konfrontation mit dem fiktiven Staat Sarenien als Einstiegsszenario zu den zentralen Fragestellungen der Unterrichtseinheit führen. Nach diesem Einstieg können in den folgenden Stunden der fiktive Staat in den Hintergrund, das Analysieren und Bewerten der wesentlichen Elemente der deutschen Demokratie in einer Art „Demokratielabor“ in den Vordergrund treten. In diesem Fall könnte ein die Situation Sareniens aufnehmendes Schlussszenario Wiederholungs- und Anwendungsmöglichkeiten bieten.
Zweitens können nach der gemeinsamen Erarbeitung der politischen Situation Sareniens und der sich daraus ergebenden Fragen Schüler als Experten für Partizipation, Demokratiemodelle, Parteien, Medien oder Wahlsysteme in einer Arbeitsgruppe die Analyse des jeweils gewählten Bereiches und die mit Blick auf Sarenien zu vollziehende Aushandlung und Urteilsbildung erarbeiten; um die Ergebnisse für alle nachvollziehbar zu machen und zu sichern, böte sich die Methode „Gruppenpuzzle“ an. Ein Rollenspiel, in dem die Schüler/- innen als den verfassungsgebenden Rat beratende Experten auftreten, könnte einen solchen Unterrichtsgang abschließen.
Drittens ist natürlich möglich, Sarenien als durchgängiges Leitthema in allen einzelnen Unterrichtssequenzen zu nutzen. Nach der Vorstellung des Landes und dem gemeinsamen ersten, allgemeinen Erarbeiten seiner politischen Situation sollen die Schüler durch die Bitte Alberts, auf der Grundlage fundierter Kenntnisse über die deutsche Demokratie den verfassungsgebenden Rat Sareniens in allen wichtigen Fragen zu beraten, in die Rolle dieser deutschen Experten gebracht werden. Dazu muss zunächst die politische Situation Sareniens im Hinblick auf die jeweils zu untersuchende Thematik analysiert werden („Was ist?“). Wie in den vorher skizzierten Möglichkeiten liegt dann der Schwerpunkt des Unterrichts in der Analyse der bundesdeutschen Gegebenheiten, wobei hier auch alternative politische Lösungen eine Rolle spielen können („Was ist möglich?“). In einem dritten Schritt muss dann mit Blick auf die politische Situation Sareniens jeweils ausgehandelt werden, was für die Gesellschaft Sareniens und für die verschiedenen Interessengruppen vorteilhaft bzw. problematisch wäre, was zu berücksichtigen ist, um ein weitgehende Partizipation ermöglichendes, stabiles, aber auch Wandel ermöglichendes, den politischen Herausforderungen gerecht werdendes Regierungssystem zu gestalten. Eine die Auseinandersetzung abschließende Empfehlung verlangt dann in den oben genannten Grundfragen eine Entscheidung bzw. ein Urteil der Schüler/-innen („Was soll geschehen?“). So ist also im Dreischritt des Politikzyklus‘ nach Petrik zum Beispiel zunächst zu untersuchen, über welche Partizipationsmöglichkeiten die Bürgerinnen und Bürger Sareniens bisher verfügten bzw. welche Partizipationsbereitschaft und -fähigkeit sie nach Einschätzung der Schüler/-innen haben. Was möglich ist, kann dann das Erarbeiten der Partizipationsmöglichkeiten in der Bundesrepublik und die Analyse der Partizipationsbereitschaft bzw. -notwendigkeit zeigen. Aus der bundesdeutschen Erfahrung heraus und mit Blick auf das zu gestaltende politische Systems Sareniens soll dann die Bedeutung dieser Teilhaberechte diskutiert und abschließend als Empfehlung für den verfassungsgebenden Rat bewertet werden.
Entsprechend können die weiteren Unterrichtsinhalte gegliedert werden, also zum Beispiel kann wiederum nach dem die Problemlage in Sarenien thematisierenden ersten Schritt dann zweitens die repräsentative und plebiszitäre Demokratiekonzeption vergleichend untersucht und mit Blick nach Deutschland und in die Schweiz konkretisiert werden, um dann drittens zu erörtern, was das Anwenden einer der beiden Konzeptionen für die Problemlage in Sarenien bedeuten kann. Dazu gehören dann wiederum abschließend die beurteilenden Schlussfolgerungen aus der Debatte, ggf. der Entwurf eines Mischsystems, ebenfalls als Empfehlung für den verfassungsgebenden Rat (genauer siehe bitte unten: Strukturierung des Themenfeldes und Impulsfragen).
Insgesamt schlagen wir vor, mittels Methoden eines handlungsorientierten Politikunterrichtes - hier Rollenspiel, Hearing, Debatte und Deliberation -intensive Schüleraktivität herbei- und im Lernprozess bzw. in der Performanz Wissen, Analysefähigkeit und Urteilskompetenz zusammenzuführen. Dieses „Probehandeln“ soll dazu dienen, vielfältige Kompetenzen zu erwerben und Erfahrungen zu machen, die das reale politische Handeln, die „Teilhabe und Mitwirkung am politischen Prozess“ (vgl. Bildungsplan, Leitgedanken zum Kompetenzerwerb für Gemeinschaftskunde) ermöglichen. Das gemeinsame Bemühen um Realisierung dieses Ziels scheint uns immer, in Anbetracht der Unterrichtsthematik „Politische Teilhabe und Demokratie“ noch einmal besonders wertvoll.
Je nach Möglichkeit und Bedürfnissen der Lerngruppe könnten die Schüler/-innen auf der Grundlage der neuen Verfassung Sareniens die erste Wahl des Landes in einem Planspiel durchführen. Dazu könnten die Schüler/-innen Parteien gründen, den Wahlkampf gestalten bzw. als Medienvertreter darüber berichten und anschließend die erste Wahl (Wählerprofile nach der Beschreibung der Bevölkerung, vgl. „Sarenien“) Sareniens durchführen.
* Vgl. Wolfgang Sander, Didaktische Prinzipien in der politischen Bildung. Download der Vortragsfolien unter
Fremdes Angebot: http://www.uni-giessen.de/fb03/didaktik/Online/behelf/Sitzun11.pdf (öffnet in neuem Tab)(letzter Zugriff am 12.11.2012)
Strukturierung des Themenfeldes und Impulsfragen
Welche Einflussmöglichkeiten sollen die Bürgerinnen und Bürger eines demokratischen Sareniens haben?
- Was ist?
- Welche Partizipationsmöglichkeiten haben die Sarenier?
- Welche Bereitschaft zur Partizipation zeigen die Sarenier?
- Inwieweit lassen sich aus der bisher in Sarenien existierenden Situation Schlussfolgerungen zur Partizipationsfähigkeit der Sarenier ableiten?
- Was ist möglich?
- Welche direkten und welche indirekten Partizipationsmöglichkeiten gibt es in Deutschland?
- Welche Bereitschaft zur Partizipation zeigen die deutschen Bürgerinnen und Bürger?
- Wie viel Partizipation der Bürgerinnen und Bürger braucht eine Demokratie?
- Was soll geschehen?
Welche Partizipationsmöglichkeiten sollen die Sarenier haben?
Empfehlungen für den verfassungsgebenden Rat Sareniens
Methodenvorschlag: Hearing mit Rollenspielcharakter
Soll Sarenien eine repräsentative Demokratie nach deutschem oder eine plebiszitäre Demokratie nach schweizerischem Vorbild werden?
- Was ist?
- Welches Konsens- und welches Konfliktpotential zeigt die Gesellschaft Sareniens?
- Welche Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement zeigt die Gesellschaft Sareniens?
- Was ist möglich?
- Welche Demokratiemodelle gibt es?
- Wie ist das Demokratiesystem der Bundesrepublik ausgestaltet?
- Wie ist das Demokratiesystem der Schweiz ausgestaltet?
- Welchen Beitrag leisten Bürgerbeteiligung, Bürgerengagement bzw. Zivilcourage für das Demokratiesystem in Deutschland?
- Was soll geschehen?
Wie soll das Demokratiesystem von Sarenien ausgestaltet sein?
Empfehlungen für den verfassungsgebenden Rat Sareniens:
Methodenempfehlung: Deliberation oder Debatte (Regeln: Jugend debattiert)
Welche Bedeutung sollen die Medien in Sarenien haben?
- Was ist?
Wodurch ist die sarenische Medienlandschaft gekennzeichnet? - Was ist möglich?
- Welche Aufgaben haben die Medien in Deutschland?
- Inwieweit ist die Kritik an den Medien (Macht politischer Journalisten, Einfluss der Politik auf die Medien, die Demokratie gefährdende Medienkonzentration) gerechtfertigt?
- Welche Möglichkeiten bietet Web 2.0 für die Demokratie?
- Was soll geschehen?
Welche Bedeutung sollen die Medien in Sarenien haben?
Empfehlungen für den verfassungsgebenden Rat Sareniens
Methodenempfehlung: Gestaltung einer Rede, z. B. Eröffnungsrede für den 1. Medientag Sareniens, in der Möglichkeiten und Gefahren für die Demokratie dargestellt werden.
Welche Bedeutung sollen die Parteien in Sarenien haben?
- Was ist?
- Welches Interessenspektrum zeigt sich in der sarenischen Gesellschaft?
- Welche Konfliktlinien sind in der sarenischen Gesellschaft erkennbar?
- Was ist möglich?
- Welche Funktion haben die Parteien in Deutschland?
- Inwieweit ist die Kritik an den Parteien (z. B. zu großer Einfluss auf Politik und Gesellschaft) gerechtfertigt?
- Welche Konfliktlinien gibt es in der dt. Gesellschaft? Werden diese von den Parteien aufgegriffen?
- Was soll geschehen?
Welche Bedeutung sollen die Parteien in Sarenien haben?
Empfehlungen für den verfassungsgebenden Rat Sareniens
Methodenvorschlag: Rollenspiel / Talkshow: Das Erste Freie Sarenische Fernsehen sendet eine Talkshow zum Thema „Parteien in Sarenien“.
Welches Wahlsystem (und Wahlrecht) soll Sarenien bekommen?
- Was ist?
- Welche Parteienlandschaft ist in Sarenien zu erwarten?
- Welche Prognosen über ein mögliches Wählerverhalten lassen sich treffen?
- Was ist möglich?
- Wie ist das Wahlrecht in Deutschland ausgestaltet?
- Wie ist das Wahlsystem in Deutschland ausgestaltet?
- Welches Wahlsystem haben die USA?
- Wie wird Wahlkampf (Wahlwerbung) in Deutschland gemacht?
- Welches Wählerverhalten weisen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland auf?
- Was soll geschehen?
Welches Wahlsystem soll Sarenien bekommen?
Empfehlungen für den verfassungsgebenden Rat Sareniens
Methodenvorschlag: Konferenzgespräch
Die deutsche Demokratie - Vorbild für Sarenien?
Abschlussempfehlung für den verfassungsgebenden Rat Sareniens
Methodenvorschlag: Placemate
Die erste Wahl Sareniens (fakultativer Unterrichtsschritt)
Wer wird in Sarenien regieren?
Methodenvorschlag: Planspiel
Die Schülerinnen und Schüler gründen Parteien und gestalten den Wahlkampf bzw. berichten darüber und führen anschließend die erste Wahl Sareniens durch.
Von den Standards zur Unterrichtseinheit (ein Bündelungsansatz)
Bündelung: Herunterladen [pdf] [119 KB]
Umsetzungsbeispiel "Wir sind Sarenien"
Umsetzungsvorschlag "Sarenien" / Falltext PDF-Dokument: Herunterladen [pdf] [339 KB]
Umsetzungsbeispiel "Sarenien": Unterrichtsskizze: Herunterladen [pdf] [106 KB]