Methodenblätter

Einzelarbeit

Kurzbeschreibung

Jeder Schüler arbeitet allein an Aufgaben, die er von der Lehrkraft erhält. Nach einer vorgelagerten Diagnostik kann die Lehrkraft durch differenzierte Aufgabenstellungen die Schüler individuell fördern. Die Einzelarbeit kann sowohl als ein eigenständiges Unterrichtskonzept, als auch Teil einer anderen Unterrichtsmethode sein.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Die Schüler arbeiten eigenverantwortlich an Aufgaben der Lehrkraft.
  • Durch die Einzelarbeit ist mit gezielten Aufgabenstellungen eine Binnendifferenzierung sehr gut möglich, um eine individuelle Förderung nach einer vorgelagerten Diagnostik zu bewirken.

Durchführung

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Erklärung und Verteilung der Arbeitsaufträge

  • Die Lehrkraft erklärt den Ablauf und die Arbeitsaufträge.
  • Die Schüler erhalten bei der Zielsetzung individueller Förderung ihre speziellen Arbeitsaufträge.
  • Bekanntgabe der Zeitplanung an die Schüler.

Einzelarbeit

  • Jeder Schüler arbeitet selbstständig an seinem Arbeitsauftrag, der für ihn individuell gestaltet sein kann.

Präsentation

  • Die Lehrkraft kann im Voraus die Schüler bestimmen, die ihre Ergebnisse dem Plenum präsentieren müssen – meist bekommen Sie dann auch das hierfür notwendige Material.
  • Die ausgewählten Schüler präsentieren ihre Arbeitsergebnisse vor dem Plenum. Dabei werden gegebenenfalls von der Lehrkraft weitere Schüler mit einbezogen.
  • Die Lehrkraft hinterfragt, vertieft und korrigiert die präsentierten Ergebnisse.
  • Bei der Einzelarbeit ist jedoch nicht immer eine Präsentation sinnvoll – häufig werden die Ergebnisse gemeinsam im Plenum aufgearbeitet und diskutiert.
  • Die Lehrkraft sorgt auf jeden Fall für eine korrekte Ergebnissicherung.

Zeit

Die Zeitvorgabe für die Partnerarbeit hängt vom Umfang der Arbeitsaufträge und der Unterrichtskonzeption ab.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Bei der Einzelarbeit arbeitet per Definition jeder Schüler alleine.

Materialien

  • Arbeitsaufträge und Arbeitsmaterialien müssen von der Lehrkraft bereit gestellt werden.
  • Die Lehrkraft sorgt für Material zur Ergebnissicherung wie z. B. Strukturblatt, Wandzeitung, Präsentation u. a..


Fallstudie

Kurzbeschreibung

Die Fallstudie ist eine handlungs- und entscheidungsbezogene Unterrichtsform, die sich auf die Lebenswelt der Lernenden bezieht und das Lernen sich unmittelbar an der Bewältigung konkret erfahrbarer Lebenssituationen ausrichtet. Die Lernenden erwerben während der Fallanalyse Kenntnisse über die Arbeits- und Wirtschaftswelt.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Eine hohe Schüleraktivität mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen, die von den Schülern entsprechend ihrer besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen übernommen werden.
  • Durch einen hohen Realitäts- und Praxisbezug wird die berufsorientierte Kompetenzentwicklung individuell gefördert.
  • Durch eine starke Problemorientierung wird die individuelle Problemlösefähigkeit und die Entscheidungskompetenz der Schüler gefördert.
  • Mit gezielter und geplanter Aufgabenverteilung innerhalb der Fallstudie kann die Lehrkraft aufgrund von Diagnosen eine individuelle, lernzielorientierte Förderung der Schüler vornehmen.

Durchführung

Einstieg- oder Problemkonfrontationsphase

  • Fallvorstellung
  • Situationsanalyse
  • Problemformulierung – Problemstrukturierung
  • Rollenverteilung und Gruppenbildung

Informations- oder Sammlungsphase

  • Auswertung der vorgegebenen Informationen
  • Sammlung von Arbeitsmaterialien und Informationen
  • Überlegungen und Planung zur Problemlösung

Explorations- oder Entscheidungsvorbereitungsphase

  • Planung der Problemlösung
  • Entwicklung von Lösungsalternativen

Resolutions- oder Entscheidungsphase

  • Kritische Überprüfung der gefundenen Lösungsalternativen
  • Begründung der Entscheidung für die Lösungsalternative

Disputationsphase

  • Vortragen der Entscheidung im Plenum
  • Diskussion über die Lösungen
  • Argumentative Verteidigung der eigenen Lösung

Kollations- oder Vergleichsphase

  • Vergleich der Lösung mit einer Musterlösung bzw. der Realität
  • Analyse von eventuellen Abweichungen
  • Möglicherweise Bereitstellung für neue Problemstellungen

Zeit

  • Durchführung an einem Stück in 1 oder 2 Tagen
  • Durchführung in Abschnitten, z. B. jeweils 2 Unterrichtsstunden

Teilnehmer/innen Zielgruppe

Die Klasse wird in Gruppen zu jeweils 4 bis 6 Schüler/innen aufgeteilt

Materialien

  • Informationen zur Fallstudie
  • Präsentationsmaterial und –medien

Frontalunterricht

Kurzbeschreibung

Die Lehrkraft hat die Steuerung, Kontrolle, Kommunikation und Bewertung in der Hand und i.d.R. den höheren Sprachanteil. Die Blickrichtung der Schüler/innen ist nach vorn gerichtet. Eine kognitive, sprachlich vermittelte Strukturierung des Themas dominiert den Unterrichtsverlauf.  (s.a. Gudjons 2006, S.13)

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Effektive Nutzung der Lernzeit.
  • Sicherung gemeinsamer Lerninhalte.
  • Bei entsprechender Lehrerpersönlichkeit lebendige, emotionale Darstellung, um Interesse zu wecken und zu motivieren.
  • Die Schüler/innen nehmen die Aussagen der Lehrkraft auf und beantworten deren Fragen – Aufbau von Gesprächskultur.
  • Bei Bedarf kann die Lehrkraft sofort Probleme klären und Wissen ergänzen.
  • Nutzen des Potentials einer großen Gruppe durch Kenntnis ihrer Fähig- und Fertigkeiten.
  • Systematische und kognitive Vernetzung von Wissen vor allem für leistungsschwache Schüler/innen (s.a. Gudjons, 2006, S.25).

Durchführung

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Erarbeitung

  • Es sind folgende Aktionsformen möglich:

- Darbietend - Lehrervortrag
- Fragend-entwickelnd

  • Lehrkraft steuert den Unterricht unter Einbezug verschiedener Präsentationstechniken und Medien.

Reflexion

Ergebnissicherung und individuelle Förderung nach Diagnose

Zeit

Sollte im Wechsel mit Schüler aktiven Phasen erfolgen.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen, vor allem für leistungsschwächere Schüler geeignet (s. Gudjons, 2006, S. 21).

Materialien

Es sind keine speziellen Arbeitsmaterialien erforderlich.


Gruppenarbeit

Kurzbeschreibung

Schüler arbeiten während einer vorgegebenen Zeit in Gruppen an Arbeitsaufträge, die von der Lehrkraft entsprechend dem Unterrichtsthema konzipiert wurden. Jede Gruppe erhält von der Lehrkraft die hierfür notwendigen Arbeitsmaterialien. Die Schüler sitzen an Gruppentischen, die einen gewissen Abstand aufweisen, um andere Gruppen nicht zu stören. Meist werden die Gruppenergebnisse im Anschluss an die Erarbeitungsphase dem Plenum präsentiert. Die Lehrkraft sorgt für eine entsprechende Ergebnissicherung.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Für die meist offene und wünschenswerterweise differenzierte Aufgabenstellung ist die Mitarbeit aller Teammitglieder notwendig.
  • Durch eine gesteuerte Gruppenbildung ist eine individuelle Förderung nach einer entsprechenden Diagnostik möglich.

- Je nach Zielsetzung der individuellen Förderung können jeder Gruppe leistungsstarke Schüler zugewiesen werden.

- Um zu verhindern, dass leistungsstarke Schüler die Gruppenaufgaben selbst erledigen, ohne die Schwächeren mit einzubeziehen, können Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsstärken gebildet werden.

  • Durch die Gruppenarbeit hat der Lehrer Freiräume für Diagnostik

Durchführung

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Gruppenbildung und Erklärung

  • Arbeitsgruppen werden vom Lehrer geplant oder nach dem Zufallsprinzip gebildet – pädagogische Intention ist hierfür maßgebend.
  • Bezeichnung der Gruppen mit Aufsteller auf den Tischen möglich.
  • Der Ablauf der Gruppenarbeit und die Arbeitsaufträge werden vom Lehrer erklärt – Einsatz von Medien zur Veranschaulichung.
  • Bekanntgabe der Zeitplanung an die Schüler.

Gruppenarbeit

  • Die Schüler arbeiten in ihren Gruppen an den vorgegebenen Arbeitsaufträgen.
  • Die Lehrkraft steht für Auskünfte zur Verfügung.
  
  
 

Präsentation

  • Die Gruppen präsentieren ihre Arbeitsergebnisse vor dem Plenum.
  • Die Lehrkraft hinterfragt, vertieft und korrigiert die präsentierten Ergebnisse.
  • Die Lehrkraft sorgt für eine korrekte Ergebnissicherung.

Zeit

Die Zeitvorgabe für die Gruppenarbeit hängt vom Umfang der Arbeitsaufträge und der Unterrichtskonzeption ab.

Teilnehmer/innen  Zielgruppe

  • Die Gruppenzahl hängt von der Klassenstärke und den zu bearbeitenden Arbeitsaufträgen ab.
  • Die Gruppengrößen sollten sich zwischen 3 und 5 Teilnehmer/innen bewegen.
  • Es können auch Kontrollgruppen, d. h. arbeitsgleiche Gruppen gebildet werden – aber die Lehrkraft sollte bei den Präsentationen die Kontrollgruppen mit einbeziehen.

Materialien

  • Arbeitsaufträge und Arbeitsmaterialien müssen von der Lehrkraft bereit gestellt werden.
  • Evtl. Material für die Gruppeneinteilung (Karten, Süßigkeiten, etc.).
  • Empfehlenswert ist, dass jede Arbeitsgruppe die notwendigen Arbeitsmaterialien gesammelt z. B. in einer Klarsichtfolie erhält.
  • Aufstellen von Gruppentischen mit Bezeichnungen.
  • Material für die jeweilige Art der Ergebnissicherung wie z. B. Strukturblatt, Wandzeitung, Präsentation u. a..

Gruppenpuzzle

Kurzbeschreibung

Beim Gruppenpuzzle werden den Stammgruppen Probleme und Aufgaben gestellt. Zu deren Lösungen teilen sich die Schüler in Expertengruppen auf und sammeln Informationen, um die Probleme bzw. Aufgaben später in den Stammgruppen lösen zu können. Die Experten erklären nach der Informationsphase den Gruppenmitgliedern ihrer jeweiligen Stammgruppe das in den Expertengruppen erworbene Wissen. Meist wird dieses Wissen auf Strukturblättern von allen Gruppenmitgliedern zur Ergebnissicherung festgehalten. Danach ist eine Lösung des Eingangsproblems möglich.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Es besteht eine hohe Schüleraktivität wobei jeder einzelne Schüler zur Mitarbeit verpflichtet ist und sich nicht hinter der Leistung anderer Schüler verstecken kann.
  • Die Lehrkraft kann sich zeitweise aus dem Lernprozess ausklinken und die Beobachterrolle einnehmen, um diagnostisch tätig zu werden.
  • Da in jeder Gruppe starke und schwache Schüler vertreten sein sollten, ist eine individuelle, gegenseitige Förderung durch die Schüler selbst möglich.
  • Die gegenseitige Erklärung der Lerninhalte begünstigt eine tiefere kognitive Auseinandersetzung mit diesen.
  • Beim Gruppenpuzzle sind differenzierte Aufgabenstellungen möglich, um dadurch die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler zu berücksichtigen und entsprechend der Diagnose eine zielorientierte Förderung zu begünstigen.
  • Bei zwei aufeinander abgestimmten Arbeitsphasen kann das unterschiedliche Arbeitstempo der Arbeitsgruppen berücksichtigt werden:

- Experten erklären in ihren Stammgruppen das vorher erarbeitete Wissen ohne Zeitvorgabe.
- Die Stammgruppen erhalten vom Lehrer Anwendungsfälle/-beispiele individuell nach Beendigung der Erklärungsphase.

  

Durchführung

Stammgruppen

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Phase 1: Stammgruppen

  • Stammgruppen werden vom Lehrer geplant oder nach dem Zufallsprinzip gebildet – pädagogische Intention ist hierfür maßgebend.
  • Der Ablauf des Gruppenpuzzles wird vom Lehrer erklärt – Einsatz von Medien zur Veranschaulichung.
  • Bekanntgabe der Zeitplanung an die Schüler.
  • Ein kurzer Arbeitsauftrag z. B. in Form einer Diskussion über das Eingangsproblem ist möglich.
  • Aufteilung der Großgruppe in heterogene Basisgruppen (Zufallsprinzip, z. B. über Karten, Selbstorganisation oder vorgegebene Einteilung)
  • Jedes Mitglied der Stammgruppe erhält einen Ausschnitt des Gesamtthemas, den er nach der Informationsgewinnung in der Expertengruppe vermitteln soll. Der zu erarbeitende Lerninhalt kann vom Lehrer geplant vergeben, oder von den Schülern gewählt werden – pädagogische Intention ist hierfür maßgebend.

Expertengruppen

Phase 2: Expertengruppen

  • Alle Schüler mit dem gleichen Thema treffen sich in den sogenannten Expertengruppen und bereiten sich dort auf die Vermittlung des Lernstoffes gemeinsam vor; sie diskutieren die Aufgabe, klären die offenen Fragen, verständigen sich auf Kernaussagen.
  • Leitfragen bzw. Diskussionsleitfaden mit den zu berücksichtigenden Punkten dienen als Hilfestellung zur Erarbeitung des Stoffes.

Stammgruppen

Phase 3: Stammgruppen

  • Die Experten kehren in ihre Stammgruppe zurück, um dort ihr Wissen den anderen Gruppenmitgliedern gegenseitig zu vermitteln.
  • Die Lernenden hören zu, nehmen auf, fragen nach und diskutieren die einzelnen Beiträge
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten der Ergebnissicherung:

- Einsatz von Tests
- Kurzaufsätze schreiben lassen
- Lernende nach Zufallsprinzip ein Teilthema präsentieren lassen
- Anfertigen von Wandzeitungen, Collagen, Videos u. a.
- Festhalten der Erkenntnisse auf Strukturblättern

  • Möglich ist in einer Zusatzphase die Anwendung des erworbenen Wissens auf besondere Aufgabenstellungen wie z. B. Rechtsfälle u. a..
  • Reflexion über den vermittelten Inhalt und über die Zusammenarbeit der Kleingruppen sowie der Großgruppe.

Zeit

  • Für die Stammgruppen (Phase 1) je nach Schwierigkeit der Aufgabenstellung ca. 10 Minuten.
  • Für die Expertengruppe (Phase 2) 15 – 30 Minuten - je nach Umfang und Schwierigkeit – zeitliche Differenzierung aber nicht möglich.
  • Für die Stammgruppe (Phase 3) ca. 10 – 20 Minuten pro Mitglied - abhängig von den Aufgabenstellungen und den individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler – zeitliche Differenzierung ist möglich.
  • Wichtig ist die Vorgabe eines Zeitrahmens in der jeweiligen Phase zur Orientierung. Aber die tatsächliche Inanspruchnahme der Zeit kann individuell gestaltet werden.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

  • Die Anzahl der Teilthemen bestimmt die Größe der Stammgruppen.
  • Die Gruppengrößen sollten sich zwischen 3 und 6 Teilnehmer/innen bewegen.
  • Die Gruppenzahl der Stammgruppen und Expertengruppen müssen nicht gleich sein.
  • Ist eine Expertengruppe zu groß, kann diese geteilt werden.
  • Geht die Anzahl der Teilnehmer/innen nicht mit den vorbereiteten Aufgabenteilen auf, so kann ein einzelnes Thema auch doppelt in der Stammgruppe vergeben werden – Kontrollgruppe.

Materialien

  • Arbeitsaufträge und Arbeitsmaterialien
  • Evtl. Material für die Gruppeneinteilung (Karten, Süßigkeiten, etc.)
  • Aufstellen von Gruppentischen mit Bezeichnungen, evtl. eigene Räume für die Kleingruppenarbeit bereitstellen
  • Material für die jeweilige Art der Ergebnissicherung wie z. B. Strukturblatt, Wandzeitung, Präsentation u. a..


Kugellager

Kurzbeschreibung

Zu Beginn oder am Ende einer Lerneinheit werden auf verschiedenen Kärtchen Fragen zum Thema gestellt (von der Lehrkraft, aber auch denkbar von Schüler/innen), die dem Abgleich/der Übung/der Vertiefung von Wissen innerhalb der Gruppe dienen. Alle Schüler/innen sind gleichzeitig mit unterschiedlichsten Fragestellungen konfrontiert und beantworten diese.

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Förderung der kommunikativen Kompetenz.
  • Austausch im Zensuren freien Raum zu einem Thema.
  • Ergänzung und Korrektur eigenen Wissens durch Mitschüler.

Durchführung

  • Eine Schülergruppe bildet einen Außenkreis, während die andere den Innenkreis bildet.
  • Die Schüler/innen können sich gegenüber stehen oder auf Stühlen gegenüber sitzen.
  • Das so gebildete Tandem tauscht die Informationen aus, wobei festgelegt werden kann, dass der Außen- oder der Innenkreis beginnt.
  • Nach der Aufforderung durch die Lehrkraft wechseln die Partner durch ein Weiterbewegen eines Kreises in die gleiche Richtung. Nun werden die gewonnenen Erkenntnisse ergänzt, korrigiert, vertieft und weiter diskutiert.

Zeit

Innerhalb einer Unterrichtseinheit entsprechend dem Umfang der Informationen und Aufgabenstellung.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen geeignet.

Materialien

Arbeitsauftrag mit der Möglichkeit der Ergebnissicherung auf einem Laufzettel.


Lerntempoduett

Kurzbeschreibung

Die Schüler/innen werden in wechselseitigem Lehren und Lernen zu Experten ihrer Aufgabe und erwerben in Eigenverantwortung unterschiedliche Lerninhalte, die sie an ihre/n Lernpartner/in vermitteln.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Individuelles Arbeitstempo mit leichtem Wettbewerbscharakter, schnellere Schüler/innen lösen mehr Aufgaben
  • Zugriff auf das gesamte Arbeitsmaterial
  • Austausch mit Lernpartner/in fördert die persönlicher Kompetenzen
  • Erläutern des eigenen Lernstoffs ist realitätsbezogen und fördert die fachliche und kommunikative Kompetenz
  • Individuelle Beratung seitens der Lehrkraft bei auftauchenden Problemen.

Durchführung

Vorstellung des Lerntempoduetts

  • Die Methode und ihr Ablauf werden von der Lehrkraft vorgestellt.

Erarbeitungsphase

  • Selbstständiges Erarbeiten der Lerninhalte A und B durch die Schüler/innen.
  • Zwei gleich schnell Lernende von den Aufgaben A und B erklären sich gegenseitig ihre Aufgaben. Wer zuerst fertig ist, steht auf und findet so seine/n Lernpartner/in
  • Anschließend bearbeitet jeder eine neue Aufgabe nach demselben Muster, geht aber in die Erklärungsphase mit einem/r Lernpartner
  • Es schließen sich weiterführende Aufgaben an, von denen eine Mindestzahl für alle zu bearbeiten ist.

Reflexion

  • Reflexion der Methode im Plenum.

Zeit

Je nach thematischem Umfang 1-2 Schulstunden.

Teilnehmer/innen  Zielgruppe

Die Aufgaben des Lerntempoduetts werden in Einzelarbeit bzw. in Partnerarbeit bearbeitet. Die Methode bietet sich bei besonders heterogenen Klassen an.

Materialien

  • Alle Aufgaben werden grundsätzlich allen Schüler/innen zur Verfügung gestellt, damit eine individuelle Weiterarbeit/Nacherarbeitung/Wiederholung ermöglicht wird.
  • Lösungen zu allen Aufgaben zur Selbstkontrolle.


Lerntheke

Kurzbeschreibung

Die Schüler/innen erwerben in Eigenverantwortung Lerninhalte, die sie an der zentral aufgebauten Lerntheke ihren Kenntnissen entsprechend aussuchen, bearbeiten und auswerten. Die Auswahl und die Reihenfolge legen sie selbstständig fest. Ziel ist es, die folgende Kompetenzstufe zu erreichen.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Inhaltlich unterschiedliche Informationsniveaus (einfachere und schwierigere Aufgaben ).
  • Unterschiedliche Gestaltung der Aufgabenform unter Berücksichtigung verschiedener Lernkanäle (kognitiv, visuell, akustisch).
  • Möglicher Rückgriff auf niedrigere Niveaustufen bei auftauchenden Problemen.
  • Zugriff auf das gesamte Arbeitsmaterial und damit viele Übungsmöglichkeiten mit Lösungsvorschlägen.
  • Individuelle Beratung seitens der Lehrkraft bei auftauchenden Problemen.
  • Selbstkontrolle fördert Selbsteinsicht und Verantwortung bzgl. persönlicher Kompetenzen und des Bedarfs ihrer Optimierung.

Durchführung

Diagnose

  • Ermittlung des Kenntnisstandes.

Vorstellung der Lerntheke

  • Die Methode und ihr Ablauf werden von der Lehrkraft vorgestellt.

Erarbeitungsphase

  • Selbstständiges Erarbeiten der Lerninhalte durch die Schüler/innen.
  • Selbstständige Auswertung der Ergebnisse durch die Schüler/innen anhand von Lösungsvorschlägen.

Reflexion

  • Reflexion der Methode im Plenum und Empfehlung der Lehrkraft zur Weiterarbeit.

Zeit

Je nach thematischem Umfang 1-2 Schulstunden, denkbar aber auch ein Zeitumfang von 1-2 Wochen zu einer größeren Unterrichtseinheit.

Teilnehmer/innen  Zielgruppe

Die Aufgaben der Lerntheke werden in Einzelarbeit bzw. in kleineren Gruppen bearbeitet. Die Methode bietet sich bei besonders heterogenen Klassen an.

Materialien

  • Alle Aufgaben werden grundsätzlich allen Schüler/innen zur Verfügung gestellt, damit eine individuelle Weiterarbeit/Nacherarbeitung/Wiederholung ermöglicht wird.
  • Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen (z. B. in verschiedenen Farben, die mit Farben auf dem  Diagnoseblatt zuvor korrespondieren).
  • Aufgaben, die möglichst verschiedene Lernkanäle berücksichtigen.
  • Lösungen zu allen Aufgaben zur Selbstkontrolle.
  • Laufzettel, auf dem die erarbeiteten Aufgaben vermerkt werden.
  • Kontrollbogen am Ende der Erarbeitungsphase zur Ermittlung der Kompetenzentwicklung.

Lernzirkel

Kurzbeschreibung

Die Schüler/innen erwerben in Eigenverantwortung Lerninhalte an verschiedenen Stationen, bearbeiten und werten diese selbständig aus. Die Auswahl und die Reihenfolge kann selbständig festgelegt werden, wobei die Unterscheidung in Pflicht- und Wahlstationen empfehlenswert ist, um ein Minimum an gemeinsam zu erwerbendem Wissen in der Klasse zu gewährleisten.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Selbstkontrolle fördert Selbsteinsicht bzgl. persönlicher Kompetenzen und des Bedarfs ihrer Optimierung.
  • Unterschiedliche Gestaltung der Aufgabenform unter Berücksichtigung verschiedener Lernkanäle (kognitiv, visuell etc.).
  • Weiterführende Wahlstationen für schnellere Schüler.
  • Möglicher Rückgriff auf niedrigere Niveaustufen bei auftauchenden Problemen
  • Inhaltlich unterschiedliche Gestaltung der Pflichtstationen hinsichtlich dem Niveau der Aufgaben (einfachere und schwierigere Fragen).
  • Zugriff auf das gesamte Material und damit viele Übungsmöglichkeiten.

Durchführung

  • Vorstellen der Methode und ihres Ablaufs durch die Lehrkraft.
  • Selbstständige Arbeit der Schüler/innen zunächst an den Pflichtaufgaben. Nach de später dann an Wahlaufgaben (Mindestanzahl vorgegeben?
  • Schüler/innen überprüfen ihre gesammelten Informationen und gelösten Aufgaben selbstständig an Kontrollstationen,
  • Reflexion der Methode im Plenum mit Empfehlungen zu Weiterarbeit.
  • Alle Aufgaben werden allen zur Verfügung gestellt, damit ein individuelles Weiterarbeiten ermöglicht wird.

Zeit

  • Aufwändige Vorbereitung aufgrund der vielen Pflicht- und Wahlstationen und der damit verbundenen Differenzierung.
  • Bei Durchführung 1-2 Schulstunden, je nach Umfang des Lernzirkels.


Teilnehmer/innen Zielgruppe

Alle Schüler/innen in Einzelarbeit und/oder binnendifferenzierten Kleingruppen (wiederum nach Lernkanälen, Niveaustufen, Lerntempi...)

Materialien

  • Didaktisch aufbereitete Materialien in unterschiedlicher Ausführung (s.o.).
  • Laufzettel zur Ergebnissicherung.
  • Pinnwand zur Ablaufbeschreibung und Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten der Bearbeitung.
  • Kontrollstation mit Musterlösungen zu den Aufgaben.


Moderationsmethode

Kurzbeschreibung

Jeder Schüler arbeitet allein an Aufgaben, die er von der Lehrkraft erhält. Nach einer vorgelagerten Diagnostik kann die Lehrkraft durch differenzierte Aufgabenstellungen die Schüler individuell fördern. Die Einzelarbeit kann sowohl als ein eigenständiges Unterrichtskonzept, als auch Teil einer anderen Unterrichtsmethode sein.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Die Lehrkraft nimmt die Rolle des neutralen Moderators ein, sammelt und strukturiert die Meinungen aller Gruppenmitglieder. Dadurch haben auch introvertierte Schüler die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern.
  • Die Lehrkraft bedient sich der Materialien der Moderationsmethode und setzt diese zielgerichtet ein.
  • Da die Moderationsmethode auch ein Instrument zur Konfliktbewältigung darstellt, wird auf die individuellen Befindlichkeiten der Gruppenmitglieder eingegangen.

Durchführung

  • Der Moderator (die Lehrkraft) ist ein Gesprächsleiter, der sich inhaltlich zurückhält. Er lässt die Gruppenmitglieder ihre eigenen Ideen verwirklichen und verfolgt nicht seine eigenen Ziele.
  • Der Moderator strukturiert den Gesprächsverlauf. Er stellt offene Fragen und macht so Ziele, Wünsche, Bedürfnisse sichtbar und fördert vielfältige Antworten.
  • Der Moderator hilft methodisch, wenn die Gruppe stockt oder Ergebnisse nicht zustande kommen können, er unterstützt aktives Lernen, er fördert die persönliche Entwicklung der Teilnehmer.
  • Der Moderator zeigt gegenüber den Gruppenmitgliedern eine hohe Wertschätzung (betrachtet die Teilnehmer als gleichberechtigte, vollwertige und achtenswerte Personen), er ist höflich, wohlwollend und ermutigt zur Beteiligung.
  • Der Moderator ermöglicht den Gruppenmitgliedern Entscheidungsfreiheit. Der Wunsch nach Selbstbestimmung und Eigeninitiative, aber auch Selbstverantwortung wird durch ihn gefördert. Er wertet nicht, sondern formuliert Wahrnehmungen, stellt Vermutungen an und zeigt, dass diese subjektive Interpretationen darstellen.
  • Der Moderator stellt mit der Gruppe gemeinsame Regeln auf.

Zeit

  • Die Zeitvorgabe für die Moderation hängt vom Thema und den Intentionen des Moderators ab.
  • Eine Moderation kann von 1 Stunde bis zu 2 Tagen dauern.
  • Vor Beginn der Moderation sollte ein Zeitplan festgelegt werden.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

  • Eine Moderation kann mit einer Gruppenstärke von bis zu 25 Personen, also Klassenstärke, durchgeführt werden.
  • Bei größeren Gruppen sind zwei Moderatoren empfehlenswert.
  • Je kleiner die Gruppe ist, desto intensiver kann der Informations-austausch stattfinden.

Materialien

  • Pinnwände
  • Flip Chart
  • Metaplankarten
  • Stifte
  • Weiteres Moderationsmaterial.


Partnerarbeit

Kurzbeschreibung

Zwei Schüler arbeiten während einer vorgegebenen Zeit in Gruppen an Arbeitsaufträgen, die von der Lehrkraft entsprechend dem Unterrichtsthema konzipiert wurden. Sie erhalten von der Lehrkraft die hierfür notwendigen Arbeitsmaterialien. Die Schüler bleiben für die Partnerarbeit meist an ihrem ursprünglichen Platz sitzen. Die Ergebnisse der Partnerarbeit werden entweder von vorher ausgewählten Schülern präsentiert oder unter Leitung der Lehrkraft im Plenum diskutiert und gewürdigt. Die Lehrkraft sorgt für eine entsprechende Ergebnissicherung.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Die Partnerarbeit ist häufig Teil einer anderen Unterrichtsmethode und ist ohne großen Aufwand flexibel anwendbar.
  • Diese Methode ist unterschiedlich einsetzbar:

- Bildung von Tandems zum gemeinsamen Lösen gleichartiger Aufgaben.

- Unterschiedliche Aufgabenstellung, so dass Lernen durch Lehren in binnendifferenzierten Tandems möglich ist.

Durchführung

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Bildung von Tandems und Erklärung

  • Tandems werden unter Anleitung vom Lehrer gebildet.
  • Ohne pädagogische Intention bilden zwei Nebensitzer ein Tandem.
  • Die Lehrkraft kann aber auch mit der Zielsetzung individueller Förderung gezielt Tandems bestimmen.
  • Der Ablauf der Partnerarbeit und die Arbeitsaufträge werden vom Lehrer erklärt – Unterstützung hierzu durch den Einsatz von Medien zur Veranschaulichung.
  • Bekanntgabe der Zeitplanung an die Schüler.

Partnerarbeit

  • Jeweils zwei Schüler arbeiten an den vorgegebenen Arbeitsaufträgen.
  • Die Lehrkraft steht für Auskünfte zur Verfügung.
 

Präsentation

  • Die Lehrkraft kann im Voraus die Schüler bestimmen, die ihre Ergebnisse dem Plenum präsentieren müssen – meist bekommen Sie dann auch das hierfür notwendige Material.
  • Die ausgewählten Tandems präsentieren ihre Arbeitsergebnisse vor dem Plenum. Dabei werden gegebenenfalls von der Lehrkraft andere Tandems mit einbezogen.
  • Die Lehrkraft hinterfragt, vertieft und korrigiert die präsentierten Ergebnisse.
  • Bei der Partnerarbeit ist nicht immer eine Präsentation sinnvoll – häufig werden die Ergebnisse gemeinsam im Plenum aufgearbeitet und diskutiert.
  • Die Lehrkraft sorgt auf jeden Fall für eine korrekte Ergebnissicherung.

Zeit

Die Zeitvorgabe für die Partnerarbeit hängt vom Umfang der Arbeitsaufträge und der Unterrichtskonzeption ab.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

Bei der Partnerarbeit ist die Zahl per Definition mit zwei Schüler/innen vorgegeben.

Materialien

  • Arbeitsaufträge und Arbeitsmaterialien müssen von der Lehrkraft bereit gestellt werden.
  • Die Lehrkraft sorgt für Material zur Ergebnissicherung wie z. B. Strukturblatt, Wandzeitung, Präsentation u. a..


Partnerpuzzle

Kurzbeschreibung

Erarbeitung von Wissen in Partnerarbeit und Weitergabe an wechselnde Partner. Hierzu eignet sich z. B. die Methode Sortieren und Strukturlegen.

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Die Schüler/innen machen die Erfahrung von Synergieeffekten.
  • Ab- und Angleichen von individuellem Wissensstand auf „Augenhöhe“.
  • Stärkere Akzeptanz von Fachwissen, das durch Mitschüler vermittelt wird.
  • Intensivere Durchdringung eines Themas zu zweit durch gegenseitiges Erklären und Unterstützen.
  • Schulung der Ausdrucksfähigkeit und Kommunikation durch das gegenseitige Erklären.
  • Übernahme von Verantwortung sich selbst und Mitschülern gegenüber.

Durchführung

  • Schritt: Bildung von Expertenpaare
  • Es bilden sich Expertenpaare.
  • Erarbeitung der Lerninhalte im Tandem.
  • Visualisierung der Lerninhalte zur nachfolgenden Erklärung mit Hilfe von Plakaten, Mind-Map, Folien u. a..
  • 2. Schritt: Erklärungsphase mit neuen Partnern
  • Nach der Aufforderung durch die Lehrkraft bilden sich neue Paare.
  • Jede(r) Schüler/in ist Experte auf seinem Wissensgebiet, das im ersten Schritt erarbeitet wurde. Diese Lerninhalte erklären sich die Partner wechselseitig anhand der erstellten Materialien.

Zeit

Je nach Umfang der Lerninhalte 1 – 2 Schulstunden.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen geeignet.

Materialien

  • Medien zur Visualisierung.
  • Evtl. Kärtchen mit Schlüsselbegriffen zu einem Thema.
  • Arbeits- bzw. Strukturblatt zur Ergebnissicherung.


Planspiel

Kurzbeschreibung

Ein Planspiel simuliert die Realität. Deren Komplexität wird erheblich vereinfacht, so dass die Teilnehmer wesentliche Zusammenhänge, die auch in der Realität vorkommen, erkennen können. Bei wirtschaftlichen Planspielen treten virtuelle Unternehmen gegeneinander an, um am Ende einer Periode mit den besten Unternehmensergebnissen zu gewinnen, bzw. einen vorderen Platz zu belegen. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf ökonomische Planspiele.

Möglichkeiten individueller   Förderung

Das Planspiel bietet in jeder Phase die Möglichkeit der Individualisierung:

  • Phase der Unternehmensgründung : Firmenname und Produktname muss gefunden werden, Werbeplakat wird erstellt, Unternehmensziele werden festgelegt
  • Phasen der Entscheidung : Die Gruppenentscheidungen basieren auf unterschiedlichen Arten der Informationsgewinnung
  • Zwischen den einzelnen Phasen des Planspiels ist ein fächerverbindender Unterricht oder Team-Teaching möglich.
  • Phase der Rechnungslegung : Feedback zu den Unternehmensentscheidungen mit verschiedenen Medien darstellen, die Unternehmensstrategie wird erklärt.

Durchführung

Hinführung

  • Darstellung der Methodik und Zielsetzung des Planspiels durch die Lehrkraft, die gleichsam Spielleiter ist.

Einstieg

  • Einführung in den Sachverhalt durch die Lehrkraft.
  • Rollenverteilung und Gruppenbildung durch die Lehrkraft.
  • Festlegung von Unternehmens- und Produktplanung durch die Planspielgruppen.
  • Festlegen von Unternehmenszielen durch die Planspielgruppen.
  • Präsentation der Unternehmens- und Produktnamen und der Ziele durch die „Unternehmen“.
  • Vertiefung des Sachverhalts durch Fragen des Lehrers.
  • Verteilung weiterer Arbeitsmaterialien durch die Lehrkraft.
  • Festlegung der Kriterien zur Spielbewertung durch die Lehrkraft.

Spieldurchführung

  • Erarbeitung von Lösungsstrategien in den Gruppen.
  • Entscheidung für eine Strategie in der jeweiligen Gruppe.
  • Die „Unternehmen“ treffen ihre Entscheidungen und geben ihr Entscheidungsblatt der Lehrkraft ab.
  • Auswertung der Entscheidungen durch die Lehrkraft und Simulation des Marktes.
  • Überprüfung der jeweiligen Unternehmensstrategie aufgrund der neuen Marktlage in jeder Gruppe.
  • Danach geht es in die zweite Spielrunde, indem neue Unternehmensentscheidungen getroffen werden.
  • Führen der Beständerechnung durch jede Gruppe.
  • Die Entscheidungsparameter und die Marktergebnisse können anschaulich auf Pinnwänden grafisch dargestellt werden.
  • Jedes Unternehmen erstellt einen Geschäftsbericht.
  • Nach Abschluss aller Spielperionen erfolgt die Siegerehrung durch die Lehrkraft.

Auswertung

  • Problematisierung und Vernetzung der Beziehungen verschiedener Planspielgrößen durch die Lehrkraft.
  • Analyse und Präsentation der jeweiligen Strategien durch die Gruppen.
  • Analyse der Teamarbeit in jeder Gruppe.
  • Analyse der Ergebnispräsentation.

Nachbereitung

  • Reflexion über Modellannahmen und Vergleich mit der Realität.
  • Reflexion über Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf die Realität.
  • Kritische Reflexion über den Planspieleinsatz als Unterrichtsmethode.

Zeit

  • Durchführung an einem Stück in 1 oder 2 Tagen.
  • Durchführung in Abschnitten, z. B. jede Woche 2 Unterrichtsstunden.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

Die Klasse wird in Gruppen zu jeweils 4 bis 6 Schüler/innen aufgeteilt.

Materialien

  • Software des jeweiligen Planspiels
  • Notebook, Drucker, Beamer
  • Pinnwände, Flip Chart, Papier, Papierrolle, Stifte


Projektarbeit

Kurzbeschreibung

Ein Projekt ist ein einmaliges, zeitlich befristetes Vorhaben mit einem spezifischen Ziel, bei dem jedoch sachliche, zeitliche, finanzielle und personelle Begrenzungen wirken. Die projektspezifische Organisation und die Komplexität der Zusammenhänge sind weitere Merkmale eines Projekts.

Möglichkeiten individueller   Förderung

  • Projektaufgaben werden vorwiegend in Gruppen mit einer hohen Schüleraktivität bearbeitet. Es liegen unterschiedliche Aufgabenstellungen vor, die von den Schülern entsprechend ihrer besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen übernommen werden.
  • Da Gruppenarbeiten auch außerhalb des Unterrichts möglich sind, wird die individuelle Arbeit im Projekt gefördert.
  • Durch einen hohen Realitäts- und Praxisbezug wird die berufsorientierte Kompetenzentwicklung individuell gefördert.
  • Durch eine starke Problemorientierung wird die individuelle Problemlösefähigkeit und die Entscheidungskompetenz der Schüler gefördert.
  • Projektaufgabe bezieht sich auf den Erfahrungs- und Interessenbereich der Schüler.
  • In der Projektarbeit ist ein fächerverbindender Unterricht möglich, wodurch eine individuelle Förderung begünstigt wird.
  • Team-Teaching ist möglich, wodurch sich die Schülerdiagnostik auf mehrere Lehrkräfte verteilt. Dadurch entstehen weniger Wahrnehmungsfehler, was zu einer fundierten Diagnose beiträgt.
  • Mit gezielter und geplanter Aufgabenverteilung innerhalb der Projektarbeit kann die Lehrkraft aufgrund von Diagnosen eine individuelle, lernzielorientierte Förderung der Schüler vornehmen.

Durchführung

Vorbereitungsphase

  • Informelle Phase – Projektinitiative
  • Definitionsphase –Projektskizze
  • Planungsphase

Durchführungsphase

  • Realisationsphase

Abschlussphase

  • Projektreflexion

Zeit

  • Durchführungsdauer von 1 Tag bis zu 1 Jahr
  • Durchführung in Abschnitten – bis zu den Meilensteinen

Teilnehmer/innen

Die Klasse wird in Gruppen zu jeweils 4 bis 6 Schüler/innen aufgeteilt

Materialien

  • Notebook, Drucker, Beamer
  • Pinnwände, Flip Chart, Papier, Papierrolle, Stifte


Reziprokes Lesen

Kurzbeschreibung

Die Schüler/innen erwerben lesend und arbeitsteilig in Eigenverantwortung Lerninhalte in der Gruppe, wobei jeder Schüler eine Aufgabe übernimmt, die anschließend rotiert. Die Texte werden in zwei Abschnitten gelesen.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Jede/r Schüler/in übernimmt in der Gruppe die Aufgabe, die ihm/ihr mehr zusagt,
  • Jedes Gruppenmitglied übernimmt Verantwortung, es entsteht echte Teamarbeit und die Selbstlernkompetenz wird gefördert
  • Vertiefende Textarbeit in der Kleingruppe, Synergieeffekte durch unterschiedliches Vorwissen
  • Individuelle Beratung seitens der Lehrkraft bei auftauchenden Problemen.
  • Selbstkontrolle fördert Selbsteinsicht und Verantwortung bzgl. persönlicher Kompetenzen und des Bedarfs ihrer Optimierung.

Durchführung

Vorstellung des reziproken Lesens

  • Die Methode und ihr Ablauf werden von der Lehrkraft vorgestellt.

Erarbeitungsphase

  • Die Schüler/innen teilen die Rollen auf: A stellt Fragen zum Text, B fasst Text zusammen, C sucht schwierige Begriffe und unklare Textstellen heraus und D trifft eine Prognose, wie es im zweiten Abschnitt weitergeht.
  • Lesen des ersten Abschnitts des Textes unter der jeweiligen Aufgabenstellung
  • Anschließend klärt die Gruppe für sich die erarbeiteten Fragen, Begriffe etc.
  • Neue Verteilung der Rollen
  • Lesen des zweiten Abschnitts des Textes
  • Bearbeitung wie zuvor, D gleicht Prognose und tatsächlichen Textinhalt ab und macht eine Gesamtzusammenfassung
  • Selbständige Auswertung der Ergebnisse durch die Schüler/innen

Reflexion

  • Reflexion der Methode im Plenum und Empfehlung der Lehrkraft zur Weiterarbeit.

Zeit

Je nach thematischem Umfang 1-2 Schulstunden.

Teilnehmer/innen  Zielgruppe

Die Aufgaben des reziproken Lesens werden in Vierergruppen bearbeitet. Die Methode bietet sich bei heterogenen Klassen an.

Materialien

Ein Text, der in zwei Arbeitsabschnitte aufgeteilt und nacheinander von den Schüler/innen bearbeitet wird.


Rollenspiel

Kurzbeschreibung

Schüler übernehmen verschiedene Rollen, die sie in, vom Lehrer geplanter Weise dem Plenum vorspielen. Die Ausgestaltung von Rollenspielen, die zur Erarbeitung von Lerninhalten dienen, kann sehr individuell und flexibel erfolgen.

Möglichkeiten individueller Förderung

  • Das Rollenspiel bietet Möglichkeiten der Individualisierung bei der Rollenzuweisung, die unterschiedlich erfolgen kann:

- Die Schüler dürfen ihre Rolle selbst auswählen – vermutlich wählen sie die Rolle aus, für die sie am besten geeignet sind.
- Die Lehrkraft weist nach einer Diagnose gezielt die Rollen zu, um die Fähigkeiten und Kompetenzen der Schüler individuell zu fördern.

  • Während den Vorbereitungen auf das Rollenspiel kann die Lehrkraft Einfluss auf die Arbeitsweisen der Schüler nehmen, um dadurch eine individuelle Förderung zu erreichen.
  • Mit Hilfe eines Feedbacks nach dem Rollenspiel kann eine individuelle Förderung der Schüler erfolgen. Dadurch werden seine Fähigkeiten bestätigt und seine Schwächen thematisiert.

Durchführung

Unterrichtseröffnung unter Berücksichtigung der didaktisch wünschenswerten Kriterien

Hinführung

  • Darstellung der Methodik und Zielsetzung des Rollenspiels durch die Lehrkraft, die die Rolle des Moderators einnimmt.

Rollenverteilung

  • Je nach pädagogischer Intention erfolgt eine Verteilung der Spielrollen durch die Lehrkraft.
  • Die entsprechenden Aufgaben und Arbeitsgrundlagen für die jeweilige Rolle erfolgten in der Unterrichtsplanung durch die Lehrkraft und liegen den Schülern evtl. an Gruppentischen vor.

Erarbeitung der Rollen

  • Die Schüler arbeiten an ihren entsprechenden Rollen mit Hilfe der vorliegenden Materialien.
  • Je nach Aufgabenstellung kann die Erarbeitung der Rollen in Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit erfolgen.
  • Das Ergebnis der Erarbeitungsphase ist eine schriftliche Vorlage, die als Grundlage für das durchzuführende Rollenspiel dient.

Durchführung

Das Rollenspiel

  • Die Schüler spielen ihre zugewiesene und Rolle mit den erarbeiteten Inhalten vor dem Plenum.
  • Das Plenum erhält eine zugewiesene Beobachterrrolle.
  • Je nach Unterrichtskonzept greift die Lehrkraft die Inhalte des Rollenspiels in Teiletappen oder ganz am Schluss auf, würdigt und vertieft diese gemeinsam mit der Klasse.
  • Die Erkenntnisse aus dem Rollenspiel werden unter Steuerung der Lehrkraft zur Ergebnissicherung festgehalten – hierfür bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an.
  • Ein Videomittschnitt des Rollenspiels kann die Bedeutung für die Schüler erhöhen und als Feedback-Instrument dienen.

Nachbereitung

  • Reflexion über das Rollenspiel.
  • Feedback für die Methode und für die Spieler.
  • Diagnose für weitere Aufgabenverteilungen zur individuellen Förderung der Schüler.

Zeit

  • Durchführung in einer oder mehrerer Unterrichtsstunden.
  • Durchführung nach Vorbereitung der Schüler zu Hause.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

Die Klasse wird in die notwendigen Rollen aufgeteilt, wobei keine Teilnehmerzahl festgelegt werden kann.

Materialien

  • Materialien für die Rollenspiele.
  • Notebook, Beamer, Overhead-Projektor
  • Pinnwände, Flip Chart, Papier, Papierrolle, Stifte


Sortieraufgabe - Strukturlegen

Kurzbeschreibung

Ein Wissensgebiet wird durch Stichworte auf Kärtchen wiedergegeben, die von den Schüler/innen nach Unterthemen sortiert und dann zu einer sinnvollen Struktur gefügt werden, die den Gedankenablauf der Schüler/innen zum Thema wiedergeben.

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Geeignet für die Durchdringung, Wiederholung, Übung und Kontrolle eines Wissensgebietes unter Berücksichtigung und Anerkennung individueller Denkstrategien.
  • Erarbeitung fachlicher Lösungen unter Anerkennung individueller Denkstrategien.
  • Förderung von strukturiertem Denken auf individueller Ebene.
  • Förderung des Erkennens von Zusammenhängen auf individueller Ebene.
  • Entstehung von inhaltlich gleichen Lösungen aus verschiedenen Perspektiven heraus.
  • Förderung von Akzeptanz unterschiedlicher Denkstrategien.
  • Erfahrung von Erfolg bei individueller Denkleistung.
  • Durch Schlüsselbegriffe gestützte Formulierung eigener Gedanken.
  • Bewusstwerdung der Bedeutung von Schlüsselbegriffen zur Darstellung eigener Gedanken.

Durchführung

  • Jede(r) Schüler/in erschafft anhand der Kärtchen eine Struktur, anhand derer er/sie dem Plenum und/oder einzelnen Gruppen das Thema erklären und/oder wiedergeben kann. Sinnvoll ist hier die Anreicherung durch Pfeile, Farben, Symbole etc., um die Bezüge der einzelnen Begriffe visuell erfahrbar und als Erinnerungsunterstützung für die verbalen Erklärungen darzustellen.
  • Anschließend präsentieren die Schüler/innen ihre Ergebnisse und antworten auf Nachfragen.

Zeit

Reines Sortieren und Strukturlegen 15 – 20 Minuten je nach Anzahl der Kärtchen.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen geeignet.

Materialien

Kärtchen mit Schlüsselbegriffen zu einem Thema.


Think-Pair-Share

Kurzbeschreibung

Eine Aufgabe zur Erarbeitung, Durchdringung oder Wiederholung von Lernstoff wird gestellt, die die Schüler/innen in befristeter Zeit individuell lösen, danach die Lösung in vorgegebener Zeit in Partnerarbeit vergleichen und besprechen. Anschließend wird das Ergebnis im Plenum besprochen oder vorgestellt.
Die Partnerarbeit kann alternativ in eine Vierergruppe münden
(Think – Pair – Square).

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Jeder Schüler ist gefordert, die Aufgabe zu durchdenken und gemäß seiner Fähigkeiten zu lösen – aktive Beteiligung aller Schüler/innen.
  • Innerhalb einer vorgegebenen Zeit können die Schüler/innen das Lerntempo individuell bestimmen.
  • Bei vorangegangenem Lernstoff – aktive Rekonstruktion und Vertiefung des Wissens durch jeden Einzelnen.
  • Durch die Partnerarbeit Reorganisation und Komplettierung der eigenen  Lösung.
  • Entlastung einzelner Schüler/innen.
  • Abgleich des individuellen Wissensstandes mit anderen.
  • Stärkeres Durchdringen des Lernstoffes durch Wiederholung und wechselseitiges Erklären.
  • Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten durch wechselseitiges Erklären.
  • „Wettbewerbscharakter“ und dadurch stärkerer Anreiz zur Auseinandersetzung mit dem Lernstoff.
  • Erfahrung von Synergie-Effekten.

Durchführung

  • Schritt: THINK
  • Jede Schülerin und jeder Schüler erhält einen Arbeitsauftrag mit dem sie sich individuell auseinander setzen. Dieser kann darin bestehen, beispielsweise einen Text zu lesen, ein Bild zu deuten oder zu assoziieren oder einen Diskussionsbeitrag zu einem Problem zu formulieren. Die Lehrkraft gibt hierfür eine Zeitspanne vor.
  • Schritt: PAIR
  • Die Schüler/innen gehen paarweise zusammen und werden von der Lehrkraft dahingehend informiert, dass jeder nach dieser Phase in der Lage sein soll, die Informationen des Partners dem Plenum vorzustellen.
  • Die so gebildeten Tandems tauschen ihre Arbeitsergebnisse aus, wobei zunächst der Partner A seine Aufgabe und sein Arbeitsergebnis vorstellt und der Partner B sich dazu Notizen macht. Danach erfolgt ein Rollenwechsel. Diese Arbeitsphase bietet für die Lehrkraft eine gute Möglichkeit zur Diagnose.
  • Am Ende dieser Arbeitsphase kann (muss aber nicht) die Lehrkraft einen oder mehrere Schüler/innen bitten,  über die Arbeitsergebnisse des jeweiligen Partners im Plenum zu berichten.
  • Schritt: SQUARE
  • Je zwei Tandems verbinden sich zu einer Vierergruppe, in der dann in knapper Form jedes Mitglied seinen Paar-Partner mit seinen Arbeitsergebnissen vorstellt. Dies bietet die Chance zur Kontakt-Aktivität, verknüpft mit fachlichen Inhalten.
  • Dieser Schritt kann als Eventualphase gesehen werden und hängt von der pädagogischen Entscheidung der Lehrkraft ab.
  • Schritt: SHARE
  • Die Schüler/innen präsentieren die Ergebnisse der früheren Arbeitsphasen dem Plenum. Hierzu bieten sich folgende Möglichkeiten:

- Nach der Partnerarbeit werden die Arbeitsergebnisse des jeweiligen Partners vorgestellt.
- Nach der Gruppenarbeitsphase präsentiert ein Gruppensprecher die Arbeitsergebnisse der Gruppe

  • Die Präsentatoren stellen Arbeitsergebnisse vor, die sie nicht allein zu verantworten haben. Dies erleichtert ängstlichen Schüler/innen den Auftritt vor dem Plenum. Dadurch gewinnen sie an Sicherheit, was eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls ist.

Zeit

Diese Methode ist nicht an bestimmte Zeitvorgaben gebunden und kann auch für kleine Erarbeitungsschritte genutzt werden.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen geeignet.

Materialien

Alle Aufgabenarten, die sich für eine individuelle Erarbeitung eignen und in der die Zusammenarbeit ein sich ergänzendes Ergebnis hervorbringt.


Übungsfirmenkonzept

Kurzbeschreibung

Übungsfirmen mit ökonomischen Ausbildungsinhalten gibt es in Kaufmännischen Schulen. Hier werden betriebliche Arbeitsabläufe mit virtuellen ggf. realen Produkten real durchgeführt. Wie in der betrieblichen Praxis müssen dabei unterschiedliche Aufgaben erledigt werden, wie die Buchhaltung führen, den Einkauf oder den Verkauf abwickeln. Die Übungsfirmen der Schulen stehen miteinander in Kontakt. Sie handeln nur mit Papieren, es erfolgt jedoch kein physischer Versand und die Zahlungen sind virtuell. Die Übungsfirmen präsentieren sich auch auf lokalen, regionalen, überregionalen oder internationalen Übungsfirmenmessen.

Möglichkeiten   individueller       Förderung

  • In einer Übungsfirma werden reale Arbeitsabläufe an verschiedenen Arbeitsplätzen mit unterschiedlichen Aufgaben durchgeführt. Dadurch bietet sich die Möglichkeit  der Aufgabenwahl bzw. –zuweisung unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen.
  • Die Übungsfirmen stehen miteinander in Kontakt und bilden den Markt für die virtuellen Produkte. Dadurch erweitert sich der Bereich der durchzuführenden Aufgaben, wodurch eine weitere Differenzierung möglich ist.
  • In regelmäßigen Abständen finden Übungsfirmenmessen statt. Auch hier erweitert sich der Bereich für differenzierte Aufgabenstellungen.
  • Das gesamte Übungsfirmenkonzept mit einem hohen Realitäts- und Praxisbezug mit realen Geschäftsprozessen impliziert vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten mit individuellen Fördermöglichkeiten.

Durchführung

Hinführung

  • Darstellung der Methodik und Zielsetzung des Übungsfirmenkonzepts durch die Lehrkraft, die die Rolle des Geschäftsführers einnimmt.

Aufgabenverteilung

  • Je nach pädagogischer Intention erfolgt eine Verteilung der Arbeiten in der Übungsfirma durch die Lehrkraft.
  • Die entsprechenden Aufgaben und Arbeitsgrundlagen für die jeweilige Rolle erfolgten in der Unterrichtsplanung durch die Lehrkraft.
  • Anlassbezogene Aufträge sehen wie folgt aus:

- Bestellung
- Anfrage
- Reklamation
- Mahnung

  • Jeder Schüler hat ein festes Ressort selbstständig zu bearbeiten.

Durchführung

Arbeiten in der Übungsfirma

  • Planung, Durchführung und Nachbereitung einer Übungsfirmenmesse
  • Einkaufsprozess: Lieferanten auswählen, Abwicklung des Einkaufs
  • Verkaufsprozess: Kundenakquisition, Abwicklung des Verkaufs
  • Überwachung von Zahlungsströmen
  • Personalwesen: Fehlzeitenstatistik

Nachbereitung

  • Reflexion über die Arbeit in der Übungsfirma.
  • Personalbeurteilung.
  • Feedback für die Methode und für die Schüler.
  • Benotete Arbeitsproben.
  • Diagnose für weitere Aufgabenverteilungen zur individuellen Förderung der Schüler.
  • Benotete Projektarbeiten.

Anmerkung: In der Unterrichtsrealität ist nur ein ausführliches Gespräch mit den Schülern möglich.

Zeit

Durchführung in einem Schuljahr bzw. in zwei Schuljahren.

Teilnehmer/innen Zielgruppe

Die Klasse wird von der Lehrkraft aufgeteilt, um die entsprechenden Aufgaben durchführen zu können.

Materialien

  • Alle erforderlichen Geräte für eine Büroausstattung.
  • Netzwerk-Rechner mit integrierter Unternehmenssoftware
  • Notebook, Beamer, Overhead-Projektor
  • Dokumente


Wachsende Gruppe

Kurzbeschreibung

Das Prinzip geht von der Einzelarbeit zur Partnerarbeit, Vierergruppen und Achtergruppen mit der Aufgabe, sich zunächst zu informieren, dann Wichtiges aus der Aufgabe zu bestimmen und sich in wachsenden Gruppen immer wieder auf die gleiche Anzahl wichtiger Aspekte/Kriterien zu einigen. Der Grundgedanke liegt in der Reduktion von vielen Vorschlägen oder Meinungen zu einem Thema durch sukzessive Verdoppelung der Teilnehmerzahl bei gleichbleibender Anzahl von Lösungsvorschlägen. Diese Methode ist gut geeignet, um Probleme, Ideen und Lösungsansätze zu fokussieren und die Vielzahl von Meinungen zu reduzieren. Sie kann als Vorbereitung auf Übereinstimmung nach Ideensammlungen wie Brainstorming, Brainwriting, etc..

Möglichkeiten   individueller      Förderung

  • Erarbeitung der Lerninhalte im eigenen Arbeitstempo.
  • Austausch und Ergänzung durch die Partner- und Gruppenarbeit.
  • Einigungsprozess in der Gruppe, dadurch vor allem Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
  • Jeder Schüler muss individuelle Beiträge leisten und seine eigene Meinung vertreten:

- Eigene Erfahrungen werden eingebracht.
- Eigene Meinungen werden nach jeder Diskussionsrunde überdacht.

  • Die Lehrkraft wählt am Ende der Erarbeitungsphase eine/n Schüler/in aus, um die Arbeitsergebnisse dem Plenum vorzustellen – alle Schüler/innen müssten diese Aufgabe wahrnehmen können.
  • Individuelle Förderung durch Feedback des Lehrers, besonders in folgenden Verhaltensbereichen:

- Aktives Einbringen eigener Meinungen
- Zuhören lernen
- Gegenseitige Toleranz zeigen
- Nachgeben können
- Sich durchsetzen können

Durchführung

Erarbeitung

  • Erläuterung des Arbeitsauftrags durch die Lehrkraft.
  • In Einzelarbeit erarbeiten die Schüler/innen das vorgegebene Thema individuell, indem die wichtigsten Aspekte – Vorgabe z. B. 4 Vorschläge – notiert werden.
  • Nach einer vorgegebener Zeit gibt die Lehrkraft ein Signal und es werden Tandems gebildet – Beginn der Partnerarbeit.
  • Die Teilnehmer diskutieren und einigen sich in Partnerarbeit auf eine vorgegebene Anzahl von Schwerpunkten – aus den z. B. insgesamt 8 Vorschlägen werden 4 Favoriten ausgewählt. Diese Phase hat einen begründeten Einigungsprozess zum Ziel.
  • Nach einer vorgegebenen Zeit werden die Gruppen zusammengefasst und damit vergrößert. Es stehen z. B. wieder zweimal 4 Vorschläge in der Gruppe zur Diskussion. Die Gruppe sollte sich wiederum auf 4 Punkte verständigen.

Präsentation

  • Am Ende wählt die Lehrkraft eine/n Schüler/in aus, die den Prozess und das Ergebnis im Plenum vorstellt.

Reflexion

  • Reflexion im Plenum über die Methode und ihr Ziel – Chancen und Schwierigkeiten.

Ergebnissicherung und individuelle Förderung nach Diagnose

Zeit

1-2 Schulstunden, je nach Umfang und Art der Aufgabe – bei einer zeitlich vorgegebenen Taktung.

Teilnehmer/innen

Zielgruppe

Für alle Schüler/innen geeignet.

Materialien

  • Arbeitsauftrag zur Sortierung oder Priorisierung
  • Pinnwand
  • Metaplankarten